Vor vielen vielen Jahren hab ich mal ein Buch gelesen: „Das weite Land der Seele“ – schon der Titel hat mir gut gefallen! Das Land, die Landschaften der Seele… wie sieht meine/deine Seelenlandschaft aus? Immer wieder mal hab ich mir diese Frage gestellt bzw. den Menschen, mit denen ich therapeutisch gearbeitet habe. Gestern in der Meditation war da auf einmal der klare Gedanke: ich fahre, bewege mich die ganze Zeit durch die Landschaften meiner Seele – wie innen, so außen! Und da, wo mich etwas stark berührt – so wie die Reste des Eisernen Vorhangs – gibt es dieses Thema auch in mir, in der eigenen Seele. Als ich dort war, war ja gleich der Wunsch da, das belastete Energiefeld zu klären, zu reinigen und später dann, zu Hause im Camper, sind in der Meditation heilende Bilder, die Vision eines heilenden Rituals aufgetaucht: da, wo die Mauer stand und wo noch Reste stehen wie in Cizov, säen Menschen von beiden Seiten der Grenzen Blumen, so daß bunte duftende Blühstreifen entstehen, Bienenweiden, Schmetterlingsweiden! Und da, wo die Wachttürme standen, von denen aus auf die Flüchtlinge geschossen wurde, pflanzen sie Bäume – Lebensbäume! Und das in der ganzen Länge des ehemaligen Eisernen Vorhangs – vom Baltikum bis zur Adria! Eine alte schwere Geschichte wird überschrieben mit Blumen, Farben, Düften, mit der friedlichen und freudvollen Begegnung zwischen den ehemals getrennten Menschen, mit neuem Leben! Und ja, es geht auch um die Mauerreste in mir – in der Landschaft meiner Seele! Um die Reste von Trennungslinien, von alten Macht-Ohnmacht-Geschichten und vor allem deshalb dieses Bedürfnis nach Heilung und Wandlung! Ich sehe ein sanftes Ablegen der letzten alten Lasten, ein Dankesgebet an Mutter Erde, daß sie diese Altlasten aufnimmt und in Humus verwandelt, in nährende Erde für all die Samen der Blumen, für die Rosensträucher und die Bäume, die gepflanzt werden… für das blühende Leben!
Heute war ich im Thayatal unterwegs – mal auf der österreichischen, mal auf der tschechischen Seite – mit dem Camper, mit dem Rad und zu Fuß… Sonnenschein, dunkle Wolken und ein Platzregen – alles hat´s gespielt! Vieles hat mich berührt – auf die eine und andere Art: die Stille und Schönheit der ursprünglichen Flußlandschaft, herüben und drüben
die Grenze, die mitten durch den Fluß geht (seltsam, was sich Menschen alles einfallen lassen) und vor allem die Reste des Eisernen Vorhangs ein paar Kilometer nach der Grenz-Brücke über die Thaya, in dem kleinen Dorf Cizov. Ich bin mit dem Rad bei Sonnenschein dort angekommen, hab die Bedrückung und den alten Schmerz der Trennung gefühlt, mich auf einen Granitblock gesetzt und um Heilung für diesen Landstrich gebeten. Als dabei ganz unvermutet Tränen geflossen sind, hat es zeitgleich kurz und heftig zu regnen begonnen – als hätte der Himmel mit mir geweint über dieses traurige Kapitel in der Menschheitsgeschichte.
In diesem tschechischen Dörfchen stehen also noch diese schaurigen Überreste – ich halte mich nicht lange hier auf, die Zeit des Eisernen Vorhangs ist vorbei, und ich will nicht in dieser Beklommenheit verharren… auch der Regen hat rasch wieder aufgehört!
Ich wende mich den Granitfelsen aus verschiedenen Regionen zu, die hier in einer Wiese versammelt stehen – wie in einer Ausstellung – um die Vielfalt dieses Gesteins zu zeigen…. ein kleiner Teil der Oberfläche wurde geschliffen – wunderschön!
Ich fühle Dankbarkeit auch für diesen Tag mit all den unterschiedlichen Eindrücken und Erfahrungen.
Schon faszinierend, das Leben im Camper – diese Vielfalt der Landschaften, der Atmosphären, der Energien, der Erlebnisse… das Kommen und Gehen, das Eintauchen und wieder Lassen und Weiterziehen… als Kind war ich immer ganz aus dem Häuschen vor Freude, wenn wir bei Zigeunerlagern in irgendwelchen lichten Wäldern in Norditalien vorbeigefahren sind! Wollte immer gerne mehr sehen und wissen von diesen Menschen – wie sie sind und wie sie leben in so einer Freiheit! Ach ja, Zigeuner soll man ja nicht mehr sagen heute – für mich war´s aber immer ein schönes, positives Wort! Irgendwo tief drinnen in meinem System gibt´s wohl auch ein paar Nomaden-Gene!
Nach einer vollen runden großen Mondin, die ich sehr tiefgehend erlebt hab (ich war noch dazu an den Vollmondtagen in einem Seminar mit großem Tiefgang – und viel Liebe) nun das tiefhängende Grau der Regenwolken, die Felder, die vor wenigen Tagen noch goldgelb geleuchtet haben, nun blaß und eingetrübt und so auch die Vitalität, die Lust auf Aktivität und Bewegung… ok, darf ja sein, up and down the hill…. wahrscheinlich sind diese ruhigen Tage sogar ganz hilfreich, die intensiven Erfahrungen im Seminar zu verdauen und zu integrieren. Das Seminar war ganz oben im Waldviertel, in einem kleinen Dorf fast an der tschechischen Grenze… der Himmel war oft verhangen aber immer wieder kam auch die Sonne durch; am freudvollen Ende des Seminars hat der Himmel sich geöffnet, alles war wie reingewaschen, intensiv leuchtende Farben und Klarheit… bin mit dem Rad rüber nach Tschechien gefahren, immer der Nase nach und war bezaubert von der ruhigen Schönheit dieser Landschaft.
Das war vorgestern… Im Gegensatz dazu ein paar Bilder von heute – einem meist trüben, schon fast herbstlich anmutenden Tag – die Kogelsteine bei Eggenburg
Ich finde diese uralten, wuchtigen Granitfelsen wunderschön, sehe oft Gesichter und alle möglichen Wesen drin, mag sie gern berühren und die verschiedenfarbigen Flechten, die sie in mannigfaltigen Mustern überziehen, bewundern…
Das war – trotz trübem Wetter ein schöner Vormittag heute…. dadurch, daß ich so viel draussen bin in der Natur, in den verschiedensten Landschaften, werde ich noch wacher und empfänglicher für die Schönheit der Natur, der kleinen und der großen Wunder…
– und dann: ein langsamer, feiner Nachmittag – lazy sunday afternoon… erst im Camper – sehr gemütlich, wenn draussen der WInd braust; dann in einem netten kleinen Cafe, wo ich ein Buch (gehört nun zu meinen Lieblingsbüchern) fertiggelesen hab: „Die Yogini“ von Ulli Olvedi. Eine Geschichte, die sich um den tibetischen Buddhismus rankt (im 18. Jahrhundert), die unter anderem zeigt, wie auch dort der patriarchale Geist den Buddhismus durchdrungen und geprägt hat und die vom Weg der Befreiung zweier starker Frauen erzählt und von Yoginis, die Erleuchtung erlangt haben – allerdings im Verborgenen… es war ja ausgemachte Sache im Patriarchat, daß ausschließlich Männer die Buddhaschaft, die Erleuchtung erlangen können! Ein paar schöne Sätze aus dem Buch: „Der lange Weg… wurde für sie immer mehr das Symbol des Lebens….die Vergangenheit war alte Geschichten, die Zukunft war neue Geschichten, aber das Jetzt war keine Geschichte, es war da, so ganz nah und unmittelbar. Die äußeren Umstände waren nur Ornamente des Jetzt…“ Und: „….Alles Erleben, jede Erfahrung – Streit,Vergnügen, Wut, Lust, Trauer, Ekstase, Eifersucht – ist kostbar, ist ein Teil des Pfades. Es ist nicht gewöhnliches Leben. Es ist der Weg der Verwandlung.“ Ja, es ist der Weg der Verwandlung!
Gestern war ein schöner Tag! Wir haben den Webermarkt in Haslach besucht (wie immer gibt´s sehr schöne Dinge!), tolle Ausstellungen mit textiler Kunst – zum Beispiel wunderschöne dreidimensionale Jaquardweberei einer belgischen Künstlerin (Esther van Schuylenbergh) im Haslacher Kirchturm – sehr beeindruckend!
Dann in Bad Leonfelden – nach dem Abschied von den Freundinnen – als ich so durch ein Gasserl schlendere, fragt mich auf einmal auf der Straße ein älterer Mann, ob ich die Führung durch das Schulmuseum, die jetzt gleich beginnen würde, mitmachen möchte … ja, warum nicht! Er macht das recht gut, vermittelt einen lebendigen Eindruck von den Anfängen der Schule, vom Beginn der Schulpflicht unter Maria Theresia, wie schwierig es war, sie am Land durchzusetzen (weil ja die Kinder am Hof helfen sollten), von der Armut der Menschen und dann vor allem von den brutalen Lehrmethoden… Rohrstock, Drill… die „dümmsten“ Kinder mußten ganz hinten sitzen, der „Dümmste“ hinten auf der Eselsbank mit einem Strohkranz am Kopf oder mit einer Eselsmütze.. vor all den Kindern bloßgestellt… tiefschwarze Pädagogik bis weit ins 20. Jahrhundert hinein!
Erschütternd – ich frage mich, woher soviel Grausamkeit gekommen ist – gerade hier in unseren Breitengraden…?! In meiner Volksschulzeit mußten die „schlimmen“ Kinder zwar nicht mehr auf dem Holzscheitl knien, aber Winkerl stehen und Watsch´n hat es noch gegeben! Diese völlig überraschende Führung durch´s Schul-museum war eine Zeitreise, die mich schmerzlich berührt hat – was für ein Wahnsinn, wie mit Kindern umgegangen wurde!
Dann in der Natur komm ich wieder in meine Mitte – soviel Schönheit! Dieser nördliche Teil von Österreich zieht mich immer wieder an – mittlerweile bin ich im Waldviertel nahe der Grenze zu Tschechien… so gut, hier zu sein – vor Sonnenuntergang – in den zauberhaften Wäldern und dann auf dem Nebelstein mit dem weiten Blick rundum ins wellige Land! Mein Herz ist voller Freude und Dankbarkeit!
Diese anderen, gedämpften Tage! So wie vorgestern zum Beispiel, wo da keine Freude mehr ist, wo ich mich nicht mehr wirklich verbunden fühle, wo alte Muster wieder dazwischenfunken, wo ich mich blockiert fühle – nicht gerade angenehm, aber auch nicht mehr so dramatisch und hochemotional wie früher…
Später dann am Abend lese ich im Kanal von Silke Schäfer, daß wir derzeit (in diesen Tagen) eine der höchsten Verdichtungen, die kosmisch überhaupt möglich sind, erleben. Ah ja, da wirkt wohl noch mehr auf mich/auf uns ein als „nur“ die alten Muster der Vergangenheit!
Und doch sind wir herausgefordert, die Energie hochzuhalten, in unserer Schwingung zu bleiben! Vor kurzem hab ich da mal genauer hingeschaut und bin der Frage nachgegangen: Was dämpft meine Energie, zieht mich runter in den alten „Sumpf“ und was hebt mich, erhöht meine Schwingung? „Sumpf“ – das Feld, in dem die alten Muster und Konditionierungen Macht über mich haben, wo negative Gedanken wachsen und wo ich glaube, so und nicht anders reagieren und handeln zu können… und gleichzeitig, gleich „nebenan“ existieren die anderen Felder/Bewußtseinsräume, wo ich mich verbunden fühle, lebendig, liebevoll, handlungsfähig, inspiriert, geführt, schöpferisch…
Also, was läßt meine Energie absacken?
Negative Gedanken einfach laufen lassen, ihnen glauben, mich damit identifizieren;
Zuviel allein sein;
Mit Menschen zusammen sein, die negativ drauf sind, die Energie saugen;
Mich zu sehr meinen fixen, allzu lieben Gewohnheiten hingeben, also die ewig gleichen Wiederholungen;
DInge tun, die mir gar keine Freude machen, die mir eigentlich gegen den Strich gehen;
Wenig singen, wenig tanzen, „wenig“ atmen;
Viel nein sagen zu allen möglichen Angeboten, Risiko vermeiden
Und andersrum –was hebt meine Energie, was läßt mich blühen?
Mich etwas trauen, Herausforderungen (wohldosiert) annehmen und meistern ….
Also ziemlich klar, worauf ich den Fokus richten darf…!
Doch abgesehen davon, gibt es einfach diese Wellenbewegungen – auffi-obi, Fülle-Leere, Einatmen-Ausatmen… die Kunst dabei: nicht festhalten an dem, was gerade noch so schön war, nicht vergleichen! Ui, ganz schön was zum Üben!
Passend zu diesem Thema ist mir im Internet – in den Newslichtern – ein Artikel untergekommen, der mir ganz gut gefallen hat – wohl weil er mich etwas runterholt von dem Anspruch, möglichst immer „gut drauf“ zu sein! Die Autorin zitiert einen Abschnitt aus dem Buch „Seelenpfade“ von Vicky Gabriel und William Anderson, aus dem Kapitel „Die vergebliche Jagd nach der Harmonie“:
Wie und wo mein Leben weitergehen wird, weiß ich im Moment nicht (nur bis Mitte August ungefähr!) Ich war immer so sicher, daß sich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige schon auftun wird… ja? Ja!
Nach 10 Tagen Aufenthalt in Salzburg am Aigner Campingplatz (dort ist dzt. mein base camp) ein sehr willkommener Wechsel des Bühnenbildes: seit mehreren Tagen bin ich wiedermal im Mühlviertel (das ich sehr liebe!) – in einem Land-art-kurs in Haslach an der Mühl.
Jedes Jahr im Sommer gibt es hier ein Symposium im Textilen Zentrum in Haslach – drei Wochen tolles Kursprogramm, alles in Zusammenhang mit textilen Techniken. Und dann, an einem Wochenende, der fantastische Webermarkt in den Gassen und Plätzen von Haslach!
Ich war schon ein paar Mal in schönen Kursen dabei und bin auch heuer wieder recht begeistert! Eine kleine feine Gruppe, viel Anregung und kreative Inspiration… mein inneres Kind hat große Freude an dem oft spielerischen Tun und Werken, viel draussen in der Natur, manchmal gemeinsame Aktionen und wie von selbst entsteht Schönes, Interessantes, Liebenswertes. Es entsteht ja alles aus den Materialien, die wir in der Natur finden und je mehr sich der Blick, die Sinne öffnen, um so größer das Staunen, die Bewunderung, die Dankbarkeit!
Hab in einem sehr schönen Buch von Herman de Vries, einem bildenden Künstler, der sich zunehmends mit der Pflanzenwelt, mit „Land-art“ beschäftigt, ein Zitat von ihm gefunden, in dem er sagt, daß seine Poesie die Welt ist, die er jeden Tag neu schreibt… und sieht… und liest… und isst… und schläft… daß die Welt seine Chance ist, die ihn jeden Tag ändert… „meine Chance ist die Poesie“. Wie schön!
Im Zentrum des Kurses steht der Flachs bzw. die Leinpflanze, die ich ganz wunderbar finde – die blaue Blume!
Vor vielen Jahren hab ich erstmals im Mühlviertel die himmelblau wogenden Leinfelder gesehen und war sofort bezaubert! Nun, da ich wieder hier bin, wird die Liebe zu dieser Pflanze wieder lebendig. Der Anbau und die Verarbeitung von Lein bis zur Leinenweberei hat hier eine lange Tradition…
Wir dürfen auf den schönen alten Gerätschaften die getrockneten und verrotteten Pflanzenbündel (im oberen Foto) „brechen“ und hecheln, bis diese wunderschönen Flachsbündel, die dem menschlichen Haar sehr ähnlich sind, entstehen, die dann versponnen werden können. In einer Gemeinschaftsaktion entstand dieser „Teppich“ aus vielen vielen Flachsbündeln:
Flachs hat geniale Eigenschaften: die Motten fressen ihn nicht, er schimmelt nicht, wenn er naß wird, er ist robust und vor allem wunderschön! Diese Brauntöne – mehr ins Goldbraun oder mehr graubraune Töne, sanft schimmernd… was für ein wundervolles Geschenk von Mutter Erde an uns Menschen! Wie gerne würde ich ihn selber anbauen!
Vielleicht hat dieses Nomadenleben im Camper auch den Sinn, daß es meine Sehnsucht mehrt und nährt, mich an einem schönen natürlichen Ort (nicht mehr in der Stadtwohnung!) niederzulassen, Platz für kreatives Werken und Wirken zu haben, eine Werkstatt, die groß genug ist, daß andere Menschen auch drin werken können, mit Tieren zu leben, mit gleichgesinnten Menschen in der Nähe, vielleicht einmal in der Woche zu einem Tanzcafe´ einladen, ein Stück Land, das eine Oase sein kann in stürmischen Zeiten… Diese Träume sind ja nicht neu, sie leben nur hier jetzt wieder auf…
Wie sehr ich das liebe, mich in einer Gruppe kreativ zu betätigen – einfach, daß Menschen um mich herum auch werkeln und wir uns gegenseitig inspirieren! Es entstehen wunderschöne Dinge!
Noch ein paar Fotos von dieser Mühlviertler Landschaft (in der Nähe von Haslach bzw. Rohrbach). Ich finde die sanft geschwungenen Linien der Hügel, die goldgelben Felder, die weiten Himmel, die erhöhte Lage über dem Donautal ausgesprochen wohltuend!
Seit meiner mehrwöchigen Mexicoreise (heuer im Frühjahr) begleitet mich ein Lied, das mir an einem ganz besonderen Tag „zugeflogen“ ist – mit dem Wind, mit dem fröhlichen Spiel der Delfine, mit dem Glitzern der heranrollenden Wogen des Pazifischen Ozeans…
Es war der Tag, an dem ich mich eingeklinkt habe in die Aktivierung der sechs Botschafter des Lichts, sehr hochschwingende Energien, die von der medial begabten Künstlerin Aurelia Wasser in wunderschöne Formen gebracht wurden – einer Weisung der geistigen Welt folgend.
Ich durfte Aurelia und einige ihrer Werke im vorigen Sommer kennenlernen und finde sie sehr inspirierend und erhebend. Also habe ich – ich war zu der Zeit in Mexico, in einem kleinen Dorf am Pazifik – an der Aktivierung dieser Botschafter des Lichts teilgenommen, die live im Chiemgau, im Seminarhaus Jonathan stattfand und rund um die Erde haben Menschen energetisch mitgewirkt.
Insgesamt sind es neun Botschafter, die für bestimmte göttliche Qualitäten stehen und dies ist die Vision: daß sie an ganz unterschiedlichen Orten auf der Erde einen Platz finden und so ein Lichtgitternetz bilden, das eine hohe Schwingung aussendet und diese Energien auf der Erde verankert.
Daran teilzuhaben, war wunderschön, es war ein hell leuchtender Tag voller Freude, Liebe und Verbundenheit, dessen Energie ich immer wieder in mir spüren kann.
Am folgenden Tag bin ich mit einer kleinen Gruppe in einem Boot aufs Meer rausgefahren und wir durften einer Walmutter mit ihrem Kind und weiter draussen – ich glaub hunderten Delfinen begegnen… es war reinste Freude!
Und aus dieser Liebe und Freude ist ein kleines Lied wie von selbst in mir entstanden und seitdem singe ich es an allen möglichen schönen Orten, immer wenn ich den Impuls dazu spüre…es ist wie ein lichter Faden, der sich durch alle meine Reisen webt!
El amor Y la paz Y la luz divina
El amor Y la paz Y la luz divina
Ya llegaron ya estan Ya llegaron ya estan Ya llegaron ya estan dentro de mi aqui
Ya llegaron ya estan Ya llegaron ya estan Ya llegaron ya estan con alegria aqui
El amor…..y la paz… y la luz divina….usw…
Die kleinen Strophen wiederhole ich immer wieder, es ist mein Mantra!
(Die Liebe, und der Frieden und das göttliche Licht….sind schon angekommen, sind schon da….in mir…..mit Freude hier … usw… Naja, auf Deutsch klingt´s eher holprig… )
Ich hab´s zwar aufgenommen (am Handy), kann´s aber leider nicht hochladen in den Blog 😏…
Früher hab ich auf meinen Reisen an vielen Orten – v.a. in Kirchen und Kapellen – Kerzen angezündet, mit einem kleinen Dankesgebet – kleine leuchtende Markierungen auf meinem Weg… nun finde ich das Singen noch schöner… Ich singe dieses kleine Lied für die Natur, für die Elemente, für mich, für alle Wesen, an Kraftorten, auf dem Schiff, an einem See, auf einer Bergeshöh… manchmal auch beim Autofahren, beim Radfahren…
Es ist, wie eine Spur der Freude, des Friedens und des Lichts im Äther zu hinterlassen und es tut mir selbst so so gut, hebt immer meine Energie an.
Ein lichter Faden, eine Perlenkette, mein „Rosenkranz“, der dahinmäandert, diese Orte miteinander und mit dem Glanz dieser so besonderen Tage verbindet!
Zurück in Salzburg – die erste Pössl-Runde hat sich geschlossen! Und sie war ereignisreich – nach „oben“ und nach „unten“! Na ja, eigentlich war´s die zweite Runde – die erste zur Eröffnung des Camperlebens ging ca. 2 Wochen lang rund um den Chiemsee (so ungefähr) … eine kleine feine Runde!
Dann die deutlich größere Runde, die deutlich anders verlaufen ist als geplant, aber insgesamt doch gut (trotz des Einbruchs), mit vielen wundervollen Erlebnissen.
Und nun – schön, aber auch seltsam, wieder hier zu sein… Schön, wieder Freunde und alte Bekannte zu treffen… fein, wieder ein schönes Stellplatzl am Aigner Campingplatz zu haben… nett, wieder in mein Lieblings-Cafe zu gehen zum Lesen und Schreiben… Seltsam hingegen die Wege auf die Bank, die Versuche mit der Reiseversicherung Kontakt aufzunehmen, die bürokratischen Geschichten, die ich für meine behinderte Schwester zu erledigen habe, die nervigen Computerstimmen am anderen Ende der Leitung — Das sogenannte „ganz normale Leben“ kommt mir immer schräger und unnatürlicher vor – so, daß ich mich am liebsten ganz abkoppeln würde… Nach dem Motto: Wir bauen eine neue Welt… so wie sie uns gefällt! WIR – dazu braucht es natürlich das WIR! Vernetzung, Gemeinschaften, friedvolles lebendiges Miteinander… im Alleingang geht das sicher nicht 😝! Ich hab zwar wunderbare Freundinnen und Freunde, bin gut vernetzt, mit HerzensMenschen verbunden (das sind gar nicht so wenige und ich darf immer wieder welche kennenlernen) und doch bin ich recht viel allein – manchmal mehr als mir lieb ist! Aber in einer Gemeinschaft leben? seit vielen Jahren ist das ein Thema – mal mehr mal weniger… vielleicht ist die Zeit noch nicht reif? Vielleicht bin ich noch nicht reif dafür? Aber vielleicht ist es auch gar nicht so meins…? Sicher wär´s schön, wenn mehrere gleichgesinnte Menschen in der Nähe leben würden und wir könnten uns immer wieder treffen für nährenden offenen Austausch, für gemeinsames Essen und das Leben feiern, tanzen und und und…. derzeit – da ich ja im Camper lebe – träume ich davon, daß sich gleichgesinnte Nomaden immer wieder mal wo treffen, sich von Herz zu Herz begegnen, gemeinsam um´s Feuer sitzen, singen, ihre Erlebnisse, ihre Visionen, ihre Gaben teilen… alternative Campingplätze schaffen, an verschiedenen schönen Orten – diese Idee hab ich schon lange! Und auch das geht ganz sicher nicht allein! Ich darf mich also noch üben im Manifestieren 😉!
Der heutige Tag war ein wunderschöner Abschluß der ersten Pössl-Runde! Die Abfahrt (vermeintlich nach England) Mitte Juni ist nicht mal ganz einen Monat her – so viel länger kommt mir das schon vor… was für eine intensive Zeit!
Und daß ich ganz im Camper lebe, ist nicht mal ganz zwei Monate her!
Diese letzten drei Tage am Weißensee – ein Sommertraum! Strahlender Sonnenschein, Schwimmen im glasklaren Wasser dieses wunderschönen Sees, Sommerwiesen mit vielen bunten Blumen, der Duft nach Mähdesüß und gemähtem Gras, Libellen, Schmetterlinge, Berge, Wälder, Almen, freundliche Menschen, Schifferlfahren, feine Begegnungen am Campingplatz… so viele Geschenke!
Habe heute einen besonders schönen Platz entdeckt: die Hoffnungskirche – ein wundervoller Kraftplatz über dem See.
Mein Herz ist voller Freude und Dankbarkeit – so viele unterschiedliche Erfahrungen und Erlebnisse 🙏 !
Und morgen geht´s erstmal zurück nach Salzburg… uhhh – da ist große Achtsamkeit gefragt, um die Schwingung hoch zu halten, und nicht wieder in die „alte Haut“ zu schlüpfen, die dort nur auf mich zu warten scheint – gestrickt aus den alten Mustern, Irritationen, den allzu lieben, gar nicht so wohltuenden Gewohnheiten. Ich entscheide mich für die Liebe, die Liebe auch zu mir selbst – das ist wohl der Schlüssel!
Es ist ein intensives Experiment, ein Abenteuer, mal nur im Camper zu leben! Die Pole sind weit ausgespannt, zwischen: „Ja! Genau so will ich leben!“ und „Hej, wieso mach ich das überhaupt? wieso inszeniere ich mir soviel Alleinsein?“
Auf der „Ja-Seite“ freue ich mich über so vieles: fast immer in der Natur zu sein, an wunderschönen Seen und Flüssen, in den Bergen, in der Früh aus dem Bus ins Gras zu steigen, bei offener Schiebetür mit schönstem Ausblick im Sonnenschein etwas zu kochen, die Gegend zu erkunden – zu Fuß oder mit dem Fahrrad, zu fotografieren und über meine Erfahrungen zu schreiben (!), meine kleinen Rituale zu machen (zum Beispiel den Ort, wo ich mit dem Bus stehen darf und all die Wesen, die dort leben, zu begrüßen, mich zu bedanken…), an wunderschönen Orten zu meditieren, zu tönen für einen Ort, meine Lieder zu singen… einfach heraussen zu sein aus gewohnten Abläufen und Wegen, wenig zu planen, Schritt für Schritt… ganz auf Vertrauen setzen, auf meine innere Führung… der Weg entsteht im Gehen, ganz konkret…
Im anderen Pol setzt mir manchmal das viele AlleinSein zu, sehne ich mich nach tiefergehenden, freudvollen Begegnungen, fühle ich mich verletzlich, ausgesetzt, zweifle an der Sinnhaftigkeit dieses Experiments…
WIr leben ja immer in diesem Auf und Ab, in diesen Wellenbewegungen… seit ich im Camper lebe, scheint mir der Seegang oft stärker zu sein!
Und dann fällt mir wieder ein: ich kann mich jederzeit für etwas anderes entscheiden, es gibt so viele Möglichkeiten, es geht nur drum, gut in mich reinzuspüren: was ist dran, was will gelebt und erfahren werden…? Dazu ein Zitat von Chameli Ardagh, der Gründerin von Awakening Women, einer Mystikerin und Yogini, deren Schriften ich gerne lese:
„Erinnere dich daran, daß du in einem Feld von unendlichen Möglichkeiten lebst…. dein Gehirn wird weiter nach dem Vertrauten suchen und so deine Möglichkeiten einschränken. Laß deinen Geist offen sein wie eine Blume. Übe dich darin, im Staunen zu bleiben.“
Derzeit fühle ich mich rund und innerlich gut genährt: habe am vergangenen Wochenende an einem Seminar für Heiltönen, Seelengesang, Obertongesang teilgenommen – an einem wunderschönen Ort in der Nähe vom Wörthersee mit ganz lieben Menschen!
Ein wunderschöner, überdachter Dom (Rundbau) – mit einer fantastischen Akkustik!
Nach längerem Alleinsein wieder in einer Gruppe zu sein – was für ein abrupter Wechsel des Bühnenbildes! Hat sehr gut getan, hat mich berührt, zunächst auch etwas verunsichert (da komm ich aus meiner „einsamen Wildnis“… gehöre ich da überhaupt dazu…?…) noch dazu waren alle deutlich jünger als ich… was natürlich gleichgültig ist, wenn Liebe fließt… und sie ist reichlich und heilsam geflossen – mit den Tönen, den Gesängen, dem Miteinander-Sein…. DANKE DANKE DANKE!
Und jetzt bin ich am wunderschönen Weißensee, bei schönstem Sommer- und Badewetter – ein weiteres Geschenk!
Und nun, wo ich wieder voller Freude und offen bin, ergeben sich wie von selbst immer wieder nette Begegnungen mit lieben Menschen – am Campingplatz, der Kellner im Lokal ist superfreundlich, der junge Mann, der am Schiff die Karten verkauft, lächelt mich immer wieder an… so eindeutig: was wir ausstrahlen, kommt umgehend zurück!
Christopher, der das Seminar geleitet hat, hat etwas gesagt, das in mir noch nachklingt: er erzählt, daß er sich vor Jahren ganz klar entschieden hat, in Liebe zu leben und daß dann dieser Entschluß in den kommenden Jahren immer und immer wieder getestet und vom Leben abgefragt worden ist: wie ist es in dieser und in dieser und in jener Situation – bleibst du in der Liebe oder hältst du noch fest? Agierst /reagierst du noch aus alten Mustern heraus? Es wurde ihm also gezeigt – immer wieder – wo noch Schatten sind… also viel innere Arbeit… und anscheinend ist er da ziemlich durch… sehr inspirierend!
Und was er gesagt hat, hat mir bewußt gemacht, daß es einen großen Unterschied macht, ob ich in meinen Gebeten darum bitte, in Liebe durch den Tag, durch´s Leben zu gehen oder ob ich sage: ich entscheide mich für die Liebe, für ein Leben in Liebe! Da ist soviel mehr Kraft und es macht mich wacher, fordert mich viel mehr heraus! Und das hat nichts zu tun mit immer lieb und nett sein; doch es hat sicherlich zu tun mit einem grundlegenden Wohlwollen mir selbst und anderen Wesen gegenüber… Liebe hat so viele Gesichter! Und das braucht auch Mut…