Archiv für den Monat: Juli 2014

das Sommerloch!

SEHR langsam geht alles zur Zeit, jedenfalls meinem Empfinden nach! manchmal galloppiert die Zeit nur so dahin, während jetzt die letzten acht Tage schon ewig zu dauern scheinen…. mein Bauvorhaben, der Grundstückskauf – im Juni war alles dicht und spannend und nun seit 2, 3 Wochen mehr oder weniger Stillstand.

Der Vollmond am 12. Juli war noch heftig, füllig, anregend-afufregend und danach:  das Sommerloch – mit dem Höhe- oder besser gesagt Tiefpunkt zum Neumond am vergangenen Samstag. Nichts, Stille, Leere, keine Ideen, keine Aktivitäten, keine Inspirationen…. höchstens immer wieder ein vages Gefühl der Bedrückung…. bei alldem, was an Mord und Totschlag auf diesem Planeten passiert, eigentlich kein Wunder…. was kann ich besser tun, als mich um Frieden in mir zu kümmern, um NIcht-Werten, um die Annahme beider Pole („Vollmond und Neumond“) – in der Gewißheit, daß ALLES, was wir erleben, Schwíngung ist und ins große Feld eingeht und dieses mitgestaltet.         Ich verstehe ja, daß zum Vollmond auch der Neumond gehört, zum HOch das Tief, daß eben Pol und Gegenpol zusammengehören (die beiden Seiten derselben Medaille)…. und doch ist es immer wieder eine Herausforderung, die ungeliebte Seite anzunehmen, nicht zu bewerten und ev. sogar den Segen darin zu erkennen! IN dem Fall ist der Segen die tiefe Erholung, die in diesem Stillstand, in diesem neumondigen Sommerloch liegt (wo diese monsunartigen, schwül-verschwommenen Wetterlagen gut dazupassen) – das durfte ich in der einen oder anderen Meditation erspüren…       und die nächsten Bewegungen kommen sicher früh genug…. es rührt sich eh schon wieder ein bißl was….

 

 

noch ist alles in der Schwebe…

 

zur Zeit ist alles noch in der Schwebe, betwixt and between….“das ALte“ (das alte Haus) ist noch da (zum Verkauf übergeben, aber noch nicht verkauft), „das Neue“ (das neue Haus) gibt es als ungefähres Bild, aber noch nicht manifest. Das Grundstück ist gefunden, aber noch ist nichts unterschrieben… ein spannender Zustand, manchmal angespannt, dann kommt das Vertrauen zurück, daß schon alles seine Richtigkeit hat. Daß es für alles einen richtigen Zeitpunkt gibt…

es ist offensichtlich, daß ich diesen Prozess nicht kontrollieren kann mit meinen Vorstellungen, wann was wie zu passieren hat!

Thema Entscheidungen!

<wunderbare Hochgefühle nach der Übergabe meines alten Hauses an Manfred und nach dem Unterschreiben des Kaufanbots ein paar Tage später! die Ernüchterung folgt allerdings auf dem Fuße: eine Stunde vor Abfahrt zum dreitägigen „Fest der Stille“ (Meditations-Gruppe) erreicht mich ein Anruf der Maklerin: der Verkäufer sei ziemlich verärgert über mein niedriges Angebot; ob ich wohl morgen zu einem persönlichen Gespräch kommen könnte, – er sei dann 3 Wochen auf Urlaub….geht nicht wegen des Seminars…. ob ich nicht ein neues, deutlich höheres Angebot noch vor seiner Abreise machen könnte..?l   so schnell kann ich mich nicht entscheiden… also bleibt alles erst mal offen… etwas unbefriedigt und mit Selbstzweifeln (hätte ich es anders machen sollen…???) fahre ich zum Seminar – mit meinem alten Streß-Thema ENTSCHEIDUNGEN im Gepäck! Wie komme ich zu Entscheidungen? Wer/was in mir/im Außen beeinflußt mich, flüstert mir ein…? oft ganz gegensätzliche Tendenzen…

mein Lehrer meint: DU entscheidest, nicht der Verstand, nicht das Bauchgefühl, nicht das Herz, auch nicht das Höhere Selbst oder „Gott“…. DU, du bist FREI zu entscheiden und: STEH ZU DEINER ENTSCHEIDUNG und ihren Folgen! keine Vorwürfe, kein Bedauern….

erst in der folgenden langen Meditation verstehe  ich besser, was er meint: ich erlebe und fühle bis tief in dei Knochen hinein, wie es ist, zu MIR und meinen Entscheidungen zu stehen! eine kraftvolle, satte geerdete Erfahrung ist das; der Begriff „SOUVERÄNITÄT“ aus dem Buddhismus fällt mir dazu ein! eine der höheren Qualitäten, die entwickelt werden wollen (Liebe/Mitgefühl, Klarheit/Weisheit und Kraft/Souveränität).

„me entregue al misterio…. persevero……    hacia una tierra que quizas no existe….soy fiel….persevero…  “     meine argentinische Freundin hat mir diese paar Zeilen eines Liedes geschickt – da gehts darum, dem Weg, den man zutiefst gehen will, treu zu sein, und: persevero: ich bleib dran, bin standhaft , beharrlich…

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Kraft/Souveränität -(darum gehts immer wieder, immer wieder in diesem großen Prozess!)  will ent-wickelt werden! direkt verbunden damit die Erfahrung des ICH: eine Präsenz, eine Substanz, eine Kraft, die ich nicht näher benennen kann, aber in dieser Meditation erfahren durfte. Frieden breitet sich aus – auch mit den ENtscheidungen (bzgl. Kaufangebot), die sich erstmal so „falsch“ angefühlt haben.

Auch wenn der Fortgang sich nun verzögert (Urlaub des Verkäufers, Sommerpause am Bauamt…) – es ist wohl gut so; außerdem möchte ich ja auch innerlich mitkommen mit den äußeren Schritten!

Gestern habe ich Reinhard,dem Architekten, erstmals das Goldegger Grundstück gezeigt – er war begeistert! Hat mir schon erste Pläne mitgebracht – Vorschläge, als Anregung…. nun bin ich dran mit gestalten, planend spielen, spielend planen…. es geht weiter, so oder so!

 

Übrigens: Habe einen Schriftsteller entdeckt: Hanns-Josef Ortheil! Nach dem sehr schönen Roman: „Die große Liebe“ nun  die „LiebesNähe“ – gefällt mir mindestens genauso gut! Darin gehts um sehr spannende künstlerische Prozesse und damit aufs engste verwoben die  höchst ungewöhnliche Annäherung zweier, im weiteren Sinn dreier Menschen. Ein paar schöne zeilen: Es ist einfach erstaunlich, wieviel ihr an den Wegrrändern auffällt. Ein Stein, eine Pflanze,  die Farben des Lichts – je älter sie wird, desto mehr fällt ihr auf…. „Mir fällt so viel auf, weil ich den Tod bereits in mir habe“, hat sie gesagt. „Ich gehe dem Tod entgegen…. auch wenn ich vielleicht das Glück habe, noch ein, zwei Jahrzehnte zu leben…. Ich sterbe von Tag zu Tag ein wenig mehr, und umso mehr liebe ich die kleinen Dinge am Wegesrand. Ich übersehe keines von ihnen, ich nehme ununterbrochen Abschied: aufmerksam, getröstet, mit all diesen lebendigen Dingen so eng verbunden wie noch nie. Das ist das Merkwürdige am Alter: daß einem die Welt immer näher kommt, daß sie alles tut, einen zu umschließen und heimzuholen.“   j

ja, so ähnlich empfinde ich auch! allerdings weniger ein Abschiednehmen als einfah große Dankbarkeit!

 

habe heute begonnen, ein Modell des Domhauses zu bauen – die überhöhte Kugel, das Sechseck… ich will das dreidimensional vor mir haben, dann kann ich das erst begreifen und weiter planen!

Und: ein wunderschöner ausgebauter Zirkuswagen ist aufgetaucht,  – schöner, als ich ihn mir hätte vorstellen können! Er sucht eine liebevolle Bewohnerin! fühle mich sehr angesprochen!

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Erstmal für mich, dann später – wenn mein Haus steht – als Gästewagen! könnte gut sein!

a ver, a ver!

 

 

Die Kunst der Improvisation

Lebendigkeit, Improvisation, Kreativität, Verbundensein mit der inneren Kraftquelle – das sind für mich fast Synonyme, gehen freudvoll Hand in Hand… Kinder improvisieren ganz spontan und spielerisch: …ein Taschentuch wird zur Fledermaus… zum Gesicht… zu einer Blume die sich entfaltet… usw…usw…

Es ist diese Offenheit, die Vielfalt der Möglichkeiten, die Ganzheit aus der Kinder noch schöpfen – bevor sie in die Normen und Vorgaben der Erwachsenenwelt hineinerzogen werden – da wo 2 und 3 immer 5 sein „muß“ und der Weg von A nach B möglichst gerade…. Schicksal nimm deinen Lauf….

Im Erwachsenenalter, im Zuge des Älterwerdens ist es wohl eine der größten Herausforderungen, in all unserem klugen kopflastigen Dasein diese ursprüngliche Offenheit wieder zu entdecken, immer wieder anzuhalten, uns im Inneren wieder ganz still, „nicht-wissend“ und unbegrenzt zu erfahren .

„Werdet wieder wie die Kinder“ – auf einer neuen, bewussten Ebene. Leben mit einem spielerischen, wachen, schöpferischen Geist, der Raum lässt für die Wunder des Lebens, – das ist damit wohl gemeint.

Spannend wird es für mich immer dann, wenn ich mich voll auf ein bestimmtes kreatives Projekt einlasse. Das sehe ich so im Kleinen und auch im ganz Großen – das Leben selbst als unser größtes kreatives „Projekt“!

Da gibt es den Ausgangspunkt A, das angepeilte Ergebnis B und: den Weg dorthin, von A nach B. Erste Ideen, Impulse – das Abenteuer hat begonnen! Phasen der Begeisterung, Sackgassen, Verschnaufpausen, neue Impulse, Schritt für Schritt…. Im Gehen, Probieren, Stolpern, Weitergehen, im Improvisieren nimmt etwas Form an, entsteht etwas, spiegelt uns!

Hilfreich ist, mich von der Vorstellung, dass der Weg von A nach B möglichst kurz und gerade sein sollte und daß B genau so aussehen sollte, wie ich es mir anfangs vorgestellt habe, zu verabschieden!

Und: immer wieder das Bewusstsein in den Körper sinken lassen, in die innere Stille gehen, an der Quelle auftanken…. es geht mir ja darum, aus der Verbundenheit, in schönstem Einklang mit meiner Seele die Dinge passieren zu lassen, mich führen zu lassen – Improvisation aus dem FLOW heraus!

Wenn es ein „Rezept“ für mich gibt, diese Art von Improvisation lebendig zu halten, dann ist es das:

Frau nehme sich genügend Zeit, spüre in den Körper hinein, nehme ein paar volle gute Atemzüge, werde still, lasse den Körper so bewegen wie er will, nehme die Stimme hinzu, lasse sie so tönen stöhnen ächzen krächzen jubilieren wie sie gerade möchte , rühre immer wieder volle Atemzüge ein, spüre die Kraft des Beckens, des Bauches, des Herzens…. und lasse sie sich wohlig im Körper verbreiten….eh voila! Das Süppchen brodelt! Der Kuchen geht auf!

Es lebe die Kunst der Improvisation!

wechselnde Rhythmen…

es hat begonnen – die  Ablösung vom Alten (Haus) und erste Bewegung hin auf das Neue (Haus);

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die MIeter sind mittlerweile aus meinem (geerbten Eltern)Haus nach nun acht Jahren ausgezogen, gestern Schlüsselübergabe und heute das Haus an einen guten Freund (aus der Immobilienbranche) übergeben, auf daß er es gut verkaufe für mich;

ebenfalls gestern ein erstes Gespräch mit dem Goldegger Bürgermeister (wegen Baubewilligung, da es sich ja um kein ganz gwöhnliches Haus handeln wird). da ist es wieder kurz aufgetaucht, das Fahrverbotsschild, im Kontakt mit ihm: zuerst am Telefon, als er meinte, daß er vor seinem Urlaub wirklichgar keine Zeit mehr hätte- keine fünf Minuten – mir aber dann doch anbot, gegen mittag vorbeizukommen; DSCF0158

dann im direkten Gespräch, als er zunächst sehr ablehnend meinen Bauplänen gegenüber reagierte, im Lauf der Zeit jedoch immer zugänglicher wurde, mir hilfreiche Ratschläge erteilte und schließlich meinte, daß es ja keinen strikten Bebauungsplan gäbe.DSCF0158… daraufhin zurück zur Maklerin in St.Johann, eine sehr feine Frau und: ein Kaufanbot gestellt! Uff! das war alles gestern!

immer wieder taucht dieses „nein“ auf, um sich dann rasch (zumindest bis jetzt) und wie ohne mein ZUtun  aufzulösen! das heftigste derartige NEIN ist  aufgetaucht, nachdem ich meinen MIetern Ende April gekündigt habe, und sie sich geweigert haben, auszuziehen (mittels Anwaltschreiben…); nach ein paar Tagen der Ratlosgkeit und des Zorns dann ihr Anruf und Entschuldigung für diese Reaktion – alles in Ordnung, sie hätten bereits ein anderes Haus gefunden!

so hat sich also in den letzten Tagen alles intensiviert  – wie in einem Strudel, in dem die Dinge einfach passieren, in hoher Geschwindigkeit.!.. spannend, zeitweise anstrengend, herausfordernd und ganz wichtig: immer wieder die MItte finden, wo´s still ist (sonst wird´s mir rasch zuviel!)

heute: ein schöner freundlicher Sommertag, ein ungetrübter Freudentag und Feier-tag! das alte Haus ist übergeben, das Neue eingeleitet; im Moment gibt es nicht viel zu tun – alles ist in guten Händen!

morgen die Urnenbeisetzung meiner Freundin, die Ende April hinübergegangen ist; ihr NichtmehrHiersein wird somit noch ein Stück endgültiger; ihr Weggehen ist aufs Engste mit meiner ENtscheidung für dieses große Projekt des Haus-bauens verbunden…. (salut und danke,Monika!)

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Ein Domhaus ist ein Rundhaus mit einer Kuppel, das frei schwingen kann, das ausgleichend und heilsam wirkt: nach innen auf die Bewohner und nach außen,in die Umgebung hinein.

Aus der Tiefe ist in mir der Satz aufgestiegen: dem natürlichen , verbundenen DaSein ein Haus bauen, also auch im Aussen einen Raum geben. Una offrenda, eine Gabe, auch an die Weiblichkeit! Das ist der Wunsch, das Ziel, das was mich motiviert, all diese Schritte zu tun!

zu diesem Thema hat mir eine liebe Freundin einen tollen link geschickt: naturalhomes.org/natural-building-women.htm