Monatsarchiv: August 2026

Gestern war ein interessanter Tag!

Begonnen hat dieser gestrige Tag in Wien, ich war nicht gar so gut drauf, dieses und jenes hat mich gestört, hab innerlich an allem Möglichen herumgenörgelt…

Kein angenehmer Zustand, aber Gott sei Dank hat sich bald mal eine einsichtsvolle, innere Stimme gemeldet mit einem klaren STOP! STOP IT! Hör einfach auf damit!

So konnte ich innehalten, wieder bewußt den Atem spüren, hinein-atmen in diese Enge, in diese enge Strenge und siehe da, es hat wirkt! Mein inneres Bewerten und Nörgeln wird leiser, verliert an Kraft und Einfluß und Ruhe kehrt ein… ahhh!

Tief in mir weiß ich: ich will nicht so kritisch und lieb-los durch den Tag gehen, NEIN!

Ich will mit dem Herzen sehen („… nur mit dem Herzen sieht man gut…“), ich will vom Herzen aus meine Umwelt, meine Mitmenschen wahrnehmen, JA!

Bin selbst fast überrascht, wie rasch sich meine Wahrnehmung und meine Stimmung ändert in Richtung freundliche Gelassenheit… wie befreit atme ich hinein in diese Freundlichkeit, in mein Herz… so entsteht wieder mehr Weite… und so entsteht Ent-spannung… Erleichterung, mehr Leichtigkeit… wie gut das tut!

Aus dieser Entspanntheit heraus erlaube ich mir, den Tag in Wien einfach gemütlich und genüßlich zu vertrödeln, nicht auf die Uhr zu schauen, nicht rasch wieder zurück ins Dorf zu fahren, um irgendwelche Aufgaben zu erledigen wie sonst fast immer…

Und das war richtig gut, das hat mir richtig gut getan!

Ich hab Lust verspürt auf eine Runde shoppen (hab ich schon lange nicht mehr gemacht!) – war in einer schönen Papierhandlung (ich liebe schöne Papierhandlungen!), im Dancing Shiva (ich mag dieses Geschäft!) und dann gegenüber im Laden für Tänzerinnen… ich freue ich immer noch über ein paar kleine feine Sachen, die ich mir vergönnt habe!

Und zum Abschluß noch ein kleines feines Essen im St. Josef in der Zollergasse – ich kenne diesen Bioladen mit köstlichem Essen schon jahrzehntelang! In den 90er-Jahren hab ich viele Jahre lang in diesem bunten Grätzl (in der Neubaugasse ) gelebt! Ist zwar schon lange ziemlich boboesk, aber es gibt immer noch viel Sympathisches (siehe oben!) dort.

Dieses bewußte Bummeln „mitten in meiner Komfortzone“ war genau richtig und irgendwie wichtig! Seit einigen Wochen bin ich in einer intensiven online-Schulung, die uns Teilnehmern dabei helfen soll, mit unseren Gaben und Talenten sichtbar zu werden, vor allem im Internet. Und da geht´s ganz viel darum, die eigene Komfortzone zu verlassen und sehr konsequent Schritt für Schritt das Gelernte zu üben und umzusetzen. Ein sehr männlicher, zielorientierter Weg!

Das hab ich tatsächlich eine Weile versucht (obwohl Disziplin und konsequent ein Ziel verfolgen nicht grad meine Stärke ist), und mit der Zeit ist die anfängliche Begeisterung abgeflacht, auf die Freude hat sich ein Schatten gelegt – ein Gefühl von: das ist alles viel zu viel – und in letzter Zeit war ich oft ziemlich müde, sogar mit beginnenden Magenschmerzen!

Ich will ja etwas aufbauen hier auf meinem Hof, ich will ja wieder mit Menschen arbeiten, weil ich den inneren Wunsch dazu verspüre, aber bitte ohne Druck, ohne strikt einzuhaltenden Zeitplan und ob ich diese digitale Hürde schaffe, um im Internet, in den sozialen Medien präsent zu sein…? Da müßte ich mich mental ziemlich umprogrammieren!

Es war also wirklich ein interessanter Tag gestern: vom anfänglichen Dahingranteln am Vormittag die Wende in die Herzenergie; ein Nachlassen, ein Weichwerden und mir das erlauben, was mir gerade Freude gemacht hat – wie schön!

Das Wetter hat meinen Prozess genau wiedergespiegelt: am Vormittag bedeckt, schwül, drückend, mit der Zeit hat´s immer mehr aufgelockert und am späten Nachmittag und abends ein wunderschöner, klarer Himmel, wie reingewaschen!

Nochmal zu dieser Schulung: Es ist mir klargeworden, daß ich nicht 1:1 die Vorgaben von einem anderen Menschen übernehmen kann (noch dazu von jemandem , der so ganz anders ist als ich – ein sehr männlicher junger Mann, volle Kraft voraus!), auch wenn das, was er vermittelt, durchaus Sinn ergibt und er ein sympathischer, spirituell sehr wacher Mensch ist.

Ich werde sicher dranbleiben, weiterhin die Schulung mitmachen, aber in meinem Tempo, auf meine Art und das kann nur ein gesunder Mittelweg sein zwischen männlicher Zielorientiertheit und weiblichem Innehalten und Fühlen (was ist jetzt dran?) – und das ist immer wieder neu zu erspüren und auszutarieren.

So bleibt die Freude dran hoffentlich lebendig!