Selbstfürsorge

Selbstfürsorge – vor kurzem habe ich etwas Schönes über Selbstfürsorge gelesen und es hat sich in mir sanft niedergelassen. Allein das Wort zu lesen und zu hören tut mir gut, es rührt an etwas Mildes, Liebevolles, Gütiges, sehr Achtsames in mir, das oft ein bisschen überdeckt ist… und seither begleitet es mich, meldet es sich immer wieder mal, erinnert mich an sie – an die Selbstfürsorge!

Sie will ja, daß ich mich wohlfühle, daß es mir gut geht, daß ich (mich) lieben und mich freuen kann – körperlich, seelisch, geistig, daß ich gut im Gleichgewicht bin…

Wenn´s gebraucht wird, baut sie mir ein Nest, wenn nötig, eine Landebahn, sie bringt mir, wenn´s kalt wird, ein warme Decke und bei praller Sonne führt sie mich in den Schatten eines schönen Baumes…

Und wenn´s mir mit jemandem nicht so gut geht, dann sagt sie: “komm, wir gehen! Wir finden Herzensmenschen… komm, laß uns tanzen, singen, uns berühren, uns erfreuen… und ATMEN!“

Voll und gut und ganz das LEBEN ATMEN!

Sie bremst mich ein oder verführt mich zu einem nächtlichen Spaziergang im Regen…

Sie sagt „ich liebe dich und ich will für dich das Beste!“

Dieses wundervolle Geschenk kann ich mir selber machen – jeden Tag, jede Stunde, mit jedem Atemzug!

Und jetzt gerade sagt sie „komm, geh doch schlafen, dein Bett wartet schon auf dich und es wird ganz wunderbar sein!“

Wie können wir uns selbst heilen?

Tief in der Seele wissen wir das, davon bin ich überzeugt, nur hat sich viel Vergessen darübergelegt (it`s part of the game, I guess!?) und diese Schichten des Vergessens werden nun schrittweise abgebaut, abgelöst, aufgelöst – genau im richtigen Tempo, so daß wir alles gut verdauen und integrieren können.

Bei meinen chronischen Körpergeschichten haben mir Maßnahmen von außen bis jetzt nie durchgreifend geholfen… manches hat sich von selbst bzw. durch innere Prozesse gewandelt und geheilt, doch der „Dauerbrenner“ (die chronischen Rückenschmerzen) ist nach wie vor unbeeindruckt von sämtlichen Heilungsversuchen! Chronische Schmerzen sind ein strenger Lehrer, sie halten mich auf Kurs! Sie haben mich tatsächlich viel gelehrt – vor allem, was nicht funktioniert (dagegen ankämpfen, sie loshaben wollen, andere Menschen bitten, sie mir wegzumachen…). Sie haben mich gelehrt, das Bewußtsein im Körper zu halten – liebevoll und freundlich, auf ihn oder besser gesagt auf sie, die Körperin zu hören, mit ihr zu kommunizieren… und doch, sie sind da, nach wie vor und wahrscheinlich geht das Lernen immer weiter: Was heilt? Was befreit?

Es hat wohl etwas mit Einlagerungen von etwas „Altem“ zu tun (von alter Angst, altem Zorn, alter Wut, alter Panik, altem Schmerz…), das aber – finde ich – gar nicht mehr viel Energie hat; und wohl mit verschiedenen anderen Aspekten, die uns gar nicht so ohne Weiteres zugänglich sind…

Es hat etwas mit dem Zell-Gedächtnis zu tun…

Wie können die Zellen vergessen?

Die „transgenerationalen“ Botschaften, Einprägungen (die von einer Zellgeneration auf die nächste immer weiter gegeben werden) löschen – WIE?

Die Zellen unseres Körpers erneuern sich ständig – manche schneller, manche langsamer und sie „erben“ die Informationen…

Wie kommen wir zurück an die Ur-Information einer gesunden, in Liebe geborenen Zelle, einer mit Licht geschriebenen DNA?

Ein Gefühl dafür bekommen, immer mehr, immer deutlicher – wie fühlt sich das an?

Uns erinnern, mehr und mehr, wenn die Schleier des Vergessens sich lüften

ICH BIN

ICH BIN HEIL UND GANZ!

Vielleicht geschieht es – wenn die Zeit reif ist – ganz von selbst, ohne unser (allzu) bemühtes Zutun?

Auf jeden Fall ein großes Thema und sehr komplex! Sobald ich glaube, dazu schlüssige Antworten gefunden zu haben, tauchen wieder andere Aspekte auf, betrachte ich das Thema wieder von einer anderen Seite; ich kann forschen, beobachten, um Führung bitten, den Ist-Zustand erstmal liebevoll annehmen (Widerstand verstärkt die Schmerzen) und dann probieren – was hilft? Bewußt atmen, in die schmerzenden Stellen hineinsummen und -tönen – das ist oft ganz hilfreich!

Heilen, indem ich mehr und mehr „mein´s“ lebe – die Heilkraft des Atems, der Stimme, der Klänge und Töne, des gesprochenen Wortes und der Bewegung, des Tanzes… also mein buntes, lebendiges Mosaik – mit der Liebe im Zentrum! Um sie herum tanzen alle diese bunten Teilchen!

Es wäre schön, ein solches Mosaik zu gestalten, aber natürlich ist die zweidimensionale Darstellung viel zu statisch, weil dieses Mosaik sich ja bewegt – in gewissen Bahnen und auch unvorhersehbar!

Es ist auch im Dreidimensionalen nicht abbildbar… vielleicht ist es mehr wie ein Mückenschwarm oder wie ein Schwarm bunter Vögel, der an einem schönen Sommerabend durch den lichten Äther tanzt…?

Wirklich vorstellen kann ich mir diese Multidimensionalität nicht, aber ich hab eine Ahnung, ein paar Bilder… es hat etwas mit Tanz zu tun, mit Freiheit, mit stetig fließender, feuriger, mit dem Göttlichen verbundener Schöpferkraft und es hat mit Leichtigkeit zu tun, mit Spiel und Humor!

Meine Seele – ein bunter lichtvoller Schwarm, der rund um die Liebe, in der Liebe tanzt und von ihr gespeist wird…

Die Liebe – mein Anker, meine Wegweiserin, mein Nest.

Das war die Nord-Runde – ein Resümee

Seit gestern bin ich nun wieder zurück aus dem Norden – bin bei schönstem Abendsonnenschein bei Hardegg an der Thaya an einem meiner Lieblingsstellplätze angekommen.

Ein langer Abend zum Reflektieren dieser wunderschönen, so vielfältigen Reise!

Dabei ist mir etwas Interessantes aufgefallen: nämlich wie unterschiedlich die Fahrt hinauf und die Fahrt herunter waren – fast wie Pol und Gegenpol!

Die Fahrt hinauf war strahlend hell, in jeder Hinsicht! Fast immer hat die Sonne vom blauen Himmel gelacht und da war ganz viel Freuden-Gefunkel und Inspiration – durch inspirierende Begegnungen mit wunderbaren Menschen – beim Tanzen in Polen, in Berlin mit der feinen polnischen Künstlerin und dann in Usedom mit ganz ganz lieben Freunden… sehr viel bereichernder Austausch, wunderschöne noch ziemlich ursprüngliche Natur, auch dann in der Prignitz ging´s noch weiter mit herzoffenen schönen Begegnungen… doch dann war ich auf einmal eingebremst – mein Rad hatte einen Patsch´n – und das Wetter ist gekippt… es hat immer wieder geregnet, der Himmel hing tief und grau und der folgende Aufenthalt im Spreewald hat mich gar nicht angesprochen (sehr touristisch und die Energie irgendwie dick und schwer).

Da hat denn der Stellplatz, den ich schließlich beim Städtchen Lübben gefunden hab, dazu gepasst – er war einerseits trostlos (Ausblick auf ein paar Misthaufen sowie auf alte aufgelassene barackenartige Gebäude, in denen mal Enten gehalten wurden – sicherlich Massentierhaltung auf engstem Raum), aber andererseits war genug Platz (nicht gleich der nächste Camper daneben, was mir sehr wichtig ist!), die Betreiber sehr freundlich und die Abendstimmung war höchst eindrucksvoll – ein dicker grauer Himmel, ganz plastisch – wie zum Kneten!

Hab erst vorgestern mitgekriegt, daß es in manchen Teilen Deutschlands arge Überschwemmungen gibt! Da war der Regen an den Orten, wo ich war, ja völlig harmlos!

In der abendlichen Meditation ist mir klar geworden, daß es – wenn die Inspirationen nicht von außen kommen – umso wichtiger ist, daß ich in mir die Schwingung hochhalte! Leuchtturm sein, wenn „das Glück mir nur so zufliegt“, ist nicht schwer! Doch es geht ja darum, ein verläßliches Licht in der Welt zu sein und mich nicht beeindrucken zu lassen, wenn´s im Außen nicht so erfreulich ist! Das geht insofern leicht derzeit, weil ich mich so gut genährt fühle von den vergangenen Wochen!

Es geht ja nicht darum, Schweres, vergangene Traumata – egal ob in mir, in anderen Wesen, an einem bestimmten Ort, in einer Landschaft… auszublenden. Ich finde es gut und hilfreich, offen zu sein, fühlend und das, was ich fühle und wahrnehme, mit Liebe und Licht zu fluten.

Eine Art Gratwanderung – wieviel an Leid und Schmerz kann ich fühlen, liebevoll mit-fühlen, ohne daß es mich runterzieht!? Das ist immer wieder neu auszuloten…

Hier füge ich einen Teil eines langen Emails an meine mir sehr nahe argentinische Freundin ein – weil´s grad noch so gut dazu passt:

Silvita! …..A soft and gentle loving energy is wonderful, deeply touching and healing the heart; an electric sparkling enthusiastic energy is also wonderful, in a different way – It´s uplifting, so energizing, a free and joyful dance!

To live and to embody both energies (and many others of course) feels so good to me! They both need each other for a good balance: magnetic – electric; empathic – enthusiastic; melting in – uplifting and inspiring; watery – fiery…

I have just returned from my journey to the north… in the first part of the journey there was so much joy and enthusiasm, wonderful encounters with wonderful friends, with women from the dance workshop with Micle, with people I met…. so many sparks, so much joy! And always sunshine!

And then, the second part of the journy has been very different – the weather has changed, it rained again and again … there were thick heavy skies, which magnified the tristesse of some DDR relicts… There are many places with very traumatic history (from the wars – so much destruction of beautiful old cities, of their art, their treasures…)

So in this second part I felt drawn more towards the „empathic side“, from where I feel the deep wish to be of help and to contribute to some healing process! It´s more the watery side! And the other one is the fiery side and it´s gift is inspiration and energy!…. „

Noch etwas zu den Gegensätzen innerhalb dieser Reise: sogar meine Lektüre hat dazu gepasst! Im strahlenden ersten Teil hat mich ein durch und durch positives, herzwärmendes Buch von Nina George (Das Bücherschiff des Monsieur Perdu) begleitet; im überschatteten zweiten Teil „Das Flüstern der Feigenbäume“ von Elif Shafak – ein sehr schöner Roman mit schwierigem Hintergrund (der Bürgerkrieg in Zypern in den 1970er Jahren).

Beim ersten Teil ganz viele schöne Begegnungen, nun auf der Rückreise war ich meistens mit mir allein – was auch gut ist!

Und dann doch wieder eine schöne Begegnung vorgestern in Dresden – in einem netten Cafe hat mich die Frau vom Nachbartisch angesprochen: „Das ist aber schön, daß es noch Menschen gibt, die im Cafe schreiben!“ So sind wir ins Gespräch gekommen und schließlich hat sie gemeint, sie habe eine überzählige Karte für die Oper heute Abend, ob ich nicht mit ihr gehen wolle. Orfeo von Monteverdi, in der Semper Oper… oh ja!

Noch dazu ist die Karte sehr günstig und so komme ich völlig unerwartet in den Genuß eines tollen Opernabends – was für ein schönes Geschenk!

Wo ich nun schon bei der Kunst bin – in Berlin (bin auf der Rückreise nochmal zwei Tage in Berlin geblieben) habe ich eine wunderschöne Ausstellung von Caspar David Friedrich in der Alten Nationalgalerie gesehen – das war auch ein Geschenk! Bin mit Staunen und Ehrfurcht in seine Kunst eingetaucht und was besonders schön war: in vielen seiner Bilder malt er die Ostsee und die Elbelandschaften – mit so feiner Hand, mit so klarer, liebevoller Wahrnehmung der Natur, des Lichtes, der Farben – bewundernswert! Die Fotos geben halt die Farben gar nicht so gut wieder! Er war wohl ein besonderer Mensch, eine schöne Seele!

Elblandschaft (mit zwei Reisigsammlerinnen); um 1823

Böhmische Landschaft

Auf der Fahrt von Dresden zurück nach Österreich (das war erst gestern!) – durch Tschechien – hab ich mich richtig gefreut, als die Landschaft zunehmend hügelig wurde (nach einigen Wochen im völlig flachen Land!)… nun wieder Steigungen, Gefälle, Kurven – was ist hinter der nächsten Kurve?… wie schön!

Insgesamt war´s eine wundervolle und interessante Reise, für die ich sehr dankbar bin – und das in Länder, in die´s mich früher gar nicht gezogen hätte – die ehemaligen Ostblockländer – die waren in meiner Vorstellung immer nur grau und triste! Eine Art Tristesse gibt es wohl immer noch, finde ich – vor allem in kleineren Städten, die nicht für den Tourismus aufgepeppt sind: viele verfallende Häuser (oft ursprünglich schöne, alte Fachwerkhäuser), jede Menge öde, unschöne Architektur noch aus DDR-Zeiten – lieblos, funktional, streng und ernst, viel Grau… puhhh! Doch die Natur – vor allem in Usedom und in der Prignitz, auch die Mecklenburger Seenplatte ist wunderschön!

Und Polen hab ich sehr interessant gefunden – herzliche Menschen… starke Frauen, bärige Männer… Gerne wieder!

GEDÖNS, aber nicht nur…

Gestern hab ich ein neues Wort gelernt, einen typisch norddeutschen Ausdruck: Gedöns!

In einem sehr sympathischen, entspannten Gartencafe (Elbeglück) am Deich der Elbe heute Vormittag – es stand auf feurig und fruchtig leuchtenden Likörflaschen – Gedöns!

Auf Nachfrage, was das denn bedeutet, hat mir die nette Wirtin (eine interessante Frau) erklärt, es heiße „dies und das“, „alles Mögliche“, „Krimskrams“, aber auch lautes Gequatsche, Geplapper… Gedöns eben!

Ich finde das Wort lustig und werde es in meinen Sprachschatz aufnehmen! Ebenso wie das Wort „klönen“ – es bedeutet sich gut unterhalten, ratsch´n – wie wir in Österreich sagen.

Gestern war und auch heute ist ein sehr kommunikativer Tag, hab mit einigen Menschen gut und ausgiebig geklönt und das war nicht nur Gedöns!

Mit meinen Nachbarn am idyllischen Stellplatz auf der Storchenwiese über Möpse (öö!) – sie haben gleich vier davon! Ich träume schon länger von einem Mops, allerdings von einem Retro-Mops – mit mehr Nase!

Mit einer jungen Frau mit Bullterrier ging´s um die Schönheit und auch um die Herausforderungen des Nomadenlebens… und auch über Hunde…

Mit dem Betreiber eines sympathischen Hofes und Kulturzentrums ging´s um den Hof, um interessante Projekte und um seine Heimat Niederrhein…

Und heute mit einem Radfahrer (wir haben zwei Stunden in einem Cafe gemeinsam gewartet, bis der Regen wieder aufhört) auch ausgiebiges Klönen über unsere Erlebnisse in dieser interessanten Region…

Ja, und mit mir selbst hab ich natürlich auch geklönt (Gedöns war auch dabei, aber nicht nur, nee nee!)

Es ging auch um mein Buch (das nun bald fertig werden wird!) und um den Blog; und um ein Thema, das mich schon länger beschäftigt: Wie kann ich mich selber heilen? Können wir uns selbst heilen? Wenn ja, wie? Doch das wird ein neuer Beitrag…

An der Elbe – im Storchendorf, auf der Storchenwiese!

Seit zwei Tagen ist das Wetter recht wechselhaft, immer wieder Regenschauer, aber egal – die Gegend hier hat was:

So viel Wasser – die Elbe, die vielen kleinen Seen und Teiche in ihren ausgedehnten Au-Landschaften

So viel Grün – in so vielen Schattierungen: grüngrün, gelbgrün, blaugrün, graslgrün,silbergrün, froschköniggrün, schilfgrün, fahlgrün, moosgrün, licht-grün, abendgrün, dunkelgrün, graugrün, farblos-grün…

So wenig Verkehr – so angenehm!

So viele lange, schnurgerade altehrwürdige Alleen

So viele Tiere – da fließt soviel Liebe!

So viele Störche – so viel Freude, sie wiederzusehen, meine glückbringenden Reisebegleiter! Mit der Renaturierung und dem Rückbau der Deiche sind sie vermehrt zurückgekehrt!

So viele Rosen! So viel leuchtend-roter Mohn!

So viele Düfte und Aromen, so viele Wildkräuter!

So viel Herbes, so viele alte graue Schleier

So viel schwierige Vergangenheit, viel Grau und auch viel Frisches, Neues

So viel Wind

So viel Vogelgesang

So viel natürlicher Flußlauf (was für ein Segen!)

So viel hohes Gras mit so vielen bunten Sommerblumen

So viel Gesums von Bienen und Insekten

So viel Backstein

So viel Ruhe

So viel Schönheit!

DANKE, daß ich hier sein darf!

Das Göttliche erscheint in unseren Gedanken als Wahrheit,

in unseren Gefühlen als Liebe

und in unserer Wahrnehmung als Schönheit.“ Robin Kaiser

Folge der Freude!

Dieser Satz mit diesen drei Wörtern ist mein Leitspruch geworden, mein Mantra, mein Erinnerer. Und er ist mein Kompass, wenn es um Entscheidungen geht… von zwei oder mehr Möglichkeiten – welche blinkt? Welche läßt mein Herz sich vor Freude weiten?

Ich mag mich nicht mehr aus Vernunftgründen für eine Möglichkeit, für eine bestimmte Richtung entscheiden, die sich nicht wirklich gut und stimmig anfühlt, wo keine Freude aufkommt!

Follow your Heart ist für mich gleichbedeutend wie Follow your Joy!

Was macht meinem Herzen Freude? Herzensfreude… Freude im Herzen…

Vor vielen Jahren hat mich eine Zeitlang ein Ausspruch von Joseph Campbell (dem Mythenforscher) begleitet: Follow your passion! Das hat mir dann aber nicht mehr so gefallen – passion — Leidenschaft… Leidenschaft kann eben auch Leiden erschaffen. Oder aber ich übersetze passion mit Begeisterung — Folge deiner Be-Geist-erung… das finde ich schön – die feurig sprühende Freude im Herzen!

Folge der Freude! Eben ist mir bewußt geworden, daß ich ja weitgehend danach lebe – eben so, daß ich ganz viel in der Freude bin! Ich lebe seit einem Jahr meist im Wohnmobil, bin ganz frei beweglich, besuche auf meinen Runden gute, wunderbare Freundinnen und Freunde, nehme hier und da an einem tollen Tanz-Retreat teil – da kommt ganz viel Freude auf! Freude-funkelnde, inspirierte Erfahrungen und Begegnungen! Ich komme in wunderschöne, interessante Gegenden, in schönste Natur, hab Freude am Fotographieren und am Schreiben… darf bereichern und mich bereichern lassen, darf inspirieren und mich inspirieren lassen und diesen Funken wiederum weitertragen.

Bis vor ungefähr einem Monat war die Reise durchaus holpriger, durchsetzt mit verschiedenen Engstellen und Stolpersteine… und dann war da dieser Shift – hinein in größere innere Freiheit, in stabilere Lebensfreude und in anhaltende Dankbarkeit!

Es fühlt sich so real an, daß immer mehr Menschen in Frieden und in Liebe leben, in der Freude aneinander, miteinander, in der Freude am Leben!

Netzfund

„Zünde dein Leben an und finde die, die deine Flamme nähren!“ Rumi

Norddeutschland – eine Entdeckung!

Seit gut drei Wochen bin ich nun auf meiner „Nord-Runde“ unterwegs und es ist einfach nur schön!

Erst in Polen das tolle Tanz-Wochenende, danach ein paar sehr anregende Tage in Berlin und dann der Besuch bei wunderbaren Freunden auf der Insel Usedom. Es war so schön und bereichernd, daß ich fast zehn Tage geblieben bin! Die Schönheit dieser völlig flachen Landschaft hat sich mir erst nach und nach erschlossen – am ersten Tag hab ich gedacht: naja, eh schön, aber halt ganz flach! Jaja, sie ist nicht spektakulär wie viele Gebirgsgegenden, aber sie hat etwas Ursprüngliches, Ruhig-Bedächtiges und auch Freies… weit ausgedehnte Wiesen und wehende Felder, Wasser und Himmel – in ganz vielen Abstufungen von Grün und Blau; Wasser in allen Richtungen: im Norden der Insel die Ostsee, und überall ganz viel Binnengewässer, das sogenannte Haff.

Ostseestrand bei Heringsdorf, einem bekannten Ostsee-Bad

die Ostsee bei Swinemuende, einer Hafenstadt im polnischen Teil der Insel Usedom

Abendstimmung am Haff

Eingestreut in die Landschaft immer wieder ein paar Dörfer und einfache Weiler mit Backsteinhäusern – insgesamt wohltuend dünn besiedelt! Und überall Blumen – so üppig als würde die Natur überfließen mit ihren duftenden und leuchtenden Geschenken! Schon als Kind hab ich die blühenden Sommerwiesen über alles geliebt, aber diese bunte Vielfalt gibt es bei uns in Österreich ja kaum mehr! Leider! Hier gibt´s die leuchtenden Mohnblumen und die Kornblumen in den Feldern in Hülle und Fülle, ganz viele wilde Rosen und Rosengärten, unglaublich viele Margariten, immer wieder hört man den Kuckuck rufen, Lerchen singen und überhaupt ganz viel Vogelgesang… wunderschön!

beim Haus meiner Freundin – ein wunderbarer Stellplatz!

Doch vor allem das BeisammenSein mit den Freunden hat die Tage hier so besonders gemacht, es war so liebevoll, freudvoll und inspirierend – bin voller Dankbarkeit!

Gestern dann der herzliche Abschied und es geht weiter – langsam wieder Richtung Süden… eigentlich Südwesten – seit heute bin ich im Wendland – eine wunderschöne Region rund um die Elbe, ziemlich in der Mitte zwischen Hamburg und Berlin. Die Elbe ist ein Fluß, der noch ziemlich natürlich fließen und auch überfließen darf, mit üppig grünen, idyllischen Aulandschaften – sehr sehr schön!

Werde noch zwei, drei Tage hier bleiben, dann über Berlin weiter nach Süden, schließlich wieder nach Wien…

So viele Geschenke!

Mit zu den schönsten Geschenken gehören für mich liebevolle, berührende, humorvolle, inspirierende Begegnungen mit anderen Menschen und überhaupt mit anderen Lebewesen!

Und davon gibt es seit einiger Zeit ganz viele, immer wieder, da und dort…wie schön!

Zuletzt mit interessanten, starken polnischen Frauen im Tanzworkshop! Eine von ihnen, eine wunderbare Künstlerin, ist nach dem Workshop mit mir im Camper nach Berlin gefahren und wir haben auch dort noch Zeit miteinander verbracht – viel Nähe, ganz viel Freude! Ein großes Geschenk!

Micle Skelton kennengelernt zu haben, den Leiter dieses wundervollen herzöffnenden Tanzworkshops – ein ganz besonderes Geschenk! He is an amazing human being and a great Soul Motion teacher!

Immer wieder wirklich feine, angenehme Stellplätze zu finden – auch ein Geschenk! Zum Beispiel in Berlin bzw. in Spandau direkt an der Havel, an einem kleinen Hafen , wunderbar!

Derzeit in der Mecklenburger Seenplatte in einem großen, sehr schönen Garten, der einem älteren, sehr lieben Ehepaar gehört – herrlich ruhig und friedlich ist es hier!

Und schönstes Maienwetter! Seit meiner Abfahrt von Wien vor bald zwei Wochen strahlt jeden Tag die Sonne vom blauen Himmel, bei fast sommerlicher Wärme – was für ein Geschenk!

Und so viele Blumen und Blüten, überall duftender Jasmin, Rosen, Iris, Oleander… sowie all das frische üppige saftige Grün!

Ich durfte ein neues Land- Polen – bereisen und viele schöne, interessante und berührende Eindrücke bekommen – auch ein schönes Geschenk!

In einem Cafe, auf einer Terrasse direkt am Fluß einen guten Cappucino zu trinken, mit dem ruhig fließenden Wasser still zu werden, die milde Wärme der Abendsonne zu genießen und die genau richtige Musik im Hintergrund – wunderbar!

Am letzten Nachmittag in Berlin (das war erst vorgestern!) finde ich intuitiv die paar Straßen in Kreuzberg, wo ich vor vielen Jahren mit einer guten Freundin war – mit vielen netten Läden und Lokalen. Ich finde einige wunderbar passende Kunstkarten, die dann am Abend meine Altäre (zwei!) im Camper bereichern:

Außerdem findet mich eine lässige Hose zum Tanzen, eine coole Bluse und ein schmeicheliges sexy Jäckchen! Lauter kleine Geschenke, die mir viel Freude machen!

Und dann noch das schnuggelige Cafe „Frau Behrend´s Torten“, wo wir uns damals an einem eisigen Wintertag dankbar aufgewärmt haben; auch diesmal wieder sehr angenehm, ein gutes Cafe zum Schreiben!

You have so many sparks inside!“ hat eine der polnischen Frauen (wir hatten einen guten Draht!) beim Abschied zu mir gesagt… Thank you! Yes, I can feel them! Sparks of joy!

Mit diesen Freudefunken „im Gepäck“ werde ich morgen zu einer mir sehr lieben Freundin fahren – sie lebt auf der Insel Usedom und hat mich eingeladen, ein Weilchen zu bleiben!

Wir tragen die Funken weiter, zünden sie wechselseitig in uns an und tragen sie wieder weiter… und so weiter…

Ja, das Netzwerk wird immer heller! Großes Geschenk, große Freude, große Dankbarkeit! Wir sind Geschenke füreinander!

Der Move ins Hier & Jetzt

Die für mich wirkungsvollste Art und Weise, ganz rasch und leicht wieder ins „Hier & Jetzt“ zu kommen ist, mich gut zu spüren, allem voran die Füße und den Atem!

Die Füße gut und satt am Boden spüren, still oder in Bewegung

und mit dem Atem sein… mit dem ewigen Rhythmus des Ein und Aus und Ein und Aus und Ein und Aus….

Ich Bin… Ich Bin… Ich Bin… Jetzt ganz Da

ein und aus ein und aus ein und aus ein und aus

Ich Bin… Ich Bin… Ich Bin… Jetzt ganz Da

usw…. Ich Bin im Becken… Ich Bin im….ganzen Körper….

Ich Bin in den feinstofflichen Körpern… Ich Bin in meiner Gefühlswelt

Ich Bin im Feld der Liebe… der Freude… der Dankbarkeit

Ich Bin im Vertrauen auf… Ich Bin Verbunden mit…

Ich Bin… Ich Bin… Ich Bin… Jetzt ganz Da

Ein und aus und Ein und Aus und Ein und Aus

usw…

Wirklich ganz wach und präsent jetzt da zu sein, gut im Körper verankert und gut verbunden, verändert so Vieles oder Alles – die Wahrnehmung meines Innen und meines Aussen, meines Körpers, der Sinneseindrücke… es ist diese klare Gegenwärtigkeit, die einfach wahrnimmt, ohne groß zu werten, diese kraftvolle Energie, die nicht von ständigen nebensächlichen Gedanken umlagert und überlagert ist, sondern frei davon – offen für Bauchgefühl, Intuition, für den Kuß der Musen!

Ja Ja dreimal Ja!

Ich Bin… Ich Bin… Ich Bin… Jetzt ganz Da!

Viel Neues, bunt gemischt!

Der letzte Beitrag ist schon eine Weile her, er beginnt mit der Frage: Was bleibt, wenn Vieles geht? Dieser neue Artikel gibt nun die Antwort auf diese Frage: Es kommt viel Neues, bunt gemischt!

Es ist sooo viel passiert in den letzten beiden Wochen! Viel Musik, viel Tanzen, Feste und vor allem viele freudvolle Begegnungen mit wunderbaren Menschen – Wiederbegegnungen, neue Begegnungen – da freut sich mein Herz – sehr sehr sehr!

Neu ist auch meine derzeitige Reiseroute, nämlich nach Norden! Vor knapp einer Woche bin ich von Wien losgefahren, über Tschechien nach Polen – ein völlig neues Land für mich!

Der Grund hierherzukommen war ein dreitägiger Tanzworkshop (Soul Motion) mit einem fantastischen Lehrer, den mir meine argentinische Seelenschwester seit Jahren ans Herz legt – nun hat es tatsächlich geklappt und es war ein wundervolles Wochenende! Das Thema war „Grow“ – im freien Tanz erforschen, was uns hilft, den Weg des Herzens zu gehen, unser Herz zu weiten, um mehr Liebe empfangen und geben zu können. Viele berührende Momente, innere Bewegung und Öffnung.

Micle, ein durch und durch liebevoller und tiefgründiger Mensch hat uns mit viel Humor und toller Musik durch dieses Wochenende geleitet, das mit einem sehr schönen Ritual heute am späten Nachmittag schon wieder geendet hat.

Eine feurige Trommelnacht nach dem Workshop

am Ufer eines wunderschönen Sees in Polen, bei Poznan

Abgesehen von der Freude an diesem Workshop war ´s für mich sehr interessant, Menschen aus Polen zu erleben! Starke, interessante Gesichter und Charaktere, viel Spontanität und Herzlichkeit und das Berührende: überall wo ich hinkomme – egal in welchem Land – begegne ich Menschen auf dem Weg zu sich selbst, Menschen, die den Herzensweg gehen, für eine „Neue Erde“… und das nährt meine Zuversicht, daß die Kräfte der Erneuerung stark genug sind, daß dieser Wandel geschehen kann.

Ich finde das wunderschön, solch freundschaftliche Verbindungen zu knüpfen und zu nähren, über alle Grenzen hinweg – es ist wie das Weben eines bunten, freudvollen Netzwerks!

Und dabei tun sich neue Möglichkeiten auf für Austausch und Zusammenwirken… mal sehen!

Morgen geht´s weiter nach Berlin, eine feine, mir innerlich nahestehende polnische Künstlerin, die auch im Workshop war und die in Berlin lebt, wird mit mir im Camper mitfahren – sehr schön!