Archiv für den Monat: Oktober 2023

Ein paar herbstliche Bilder…

Viele Kraftplätze hier in der Umgebung!

Eine Wanderung in der Wachau!

Und noch ein paar meiner kleinen Gestaltungen:

Rosmarin-Ernte

Mein kleiner Altar

„Maisgöttin“

Von einem Drachen geträumt, eine Karte mit dem Drachen gezogen und eine Wurzel gefunden, die wie ein Drache aussieht! Drachenzeit! Befreiung, Ent-fesselung! Puff, the Magic Dragon… der alte Song von Peter, Paul and Mary – immer noch bezaubernd!

Das Schwein hab ich auch gezogen als Karte – Glück-verheissend!

Wechselbäder der Gefühle

Nun bin ich also seit 2 Wochen hier, in einem kleinen Dorf im Waldviertel, in einem großen alten ebenerdigen Haus (einige Jahrhunderte alt, eine ehemalige Taverne an einem ehemaligen ? Pilgerweg) mit riesigem Garten, großen Nebengebäuden, einem zweiten Haus, in dem es einen schönen Seminarraum gibt…in einem winzigen Zimmer! Fix leben hier zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und Fluffy, ein sehr spezieller Hund – ein entzückendes, verschmustes Kerlchen, das so gut wie gar nicht folgt, total verzogen und stur ist und mich manchmal – wenn ich mit ihm spazieren gehen möchte – auf die Palme bringt! Er geht keinen Schritt, wenn wir nicht dahin gehen, wohin ER will! Alpha hoch drei! Und sonst ist da ein Kommen und Gehen von interessanten, meist jungen Menschen, die helfen, in diesen großen Räumen etwas mehr Ordnung zu schaffen.

Es ist intensiv! Immer wieder schwanke ich zwischen: so schön, daß ich hier bin und nun so ganz anderes leben kann mit tollen Menschen und: nein, das geht gar nicht – nicht mehr frei über meine Zeit verfügen zu können (der Deal ist ja: freie Miete, dafür Mithilfe in Haus und Garten), all die Stimmungen und Schwankungen im Haus miterleben zu müssen, kaum Privatsphäre zu haben… puh! Und vor allem: eine der beiden Frauen löst ganz schön heftige Wechselbäder der Gefühle in mir aus – ich erlebe sie als dominante, wuchtige charismatische Feuerfrau, laut und auch höchst wunderbar, mit einem großen Herzen und enormen Potential! Eine Art magische Hochschaubahn…

Ja, mal sehen… Ich schwanke also zwischen: ja, diese Situation ist eine Chance, mir noch mal die alten Themen von Macht/Ohnmacht, Widerstand gegen Autoritäten und dominante Menschen anzuschauen und in Heilung zu bringen und andererseits mich zu fragen: brauch ich das noch? ist es nicht besser, etwas sein zu lassen, das sich nicht wirklich gut und stimmig anfühlt…?

Ich „fürchte“ aber, daß ich diesen Themen nicht auskomme, solang sie nicht transformiert sind! Die Astrologin Silke Schäfer schreibt in ihrem Telegram-kanal, daß diese zwei Wochen zwischen den beiden Finsternissen (ringförmige Sonnenfinsternis am 14.10., Neumond und partielle Mondfinsternis am 28.10., Vollmond) sehr bedeutsam sind und wir darauf achten sollen, was uns besonders beschäftigt, triggert, welche Prozesse jetzt neu in Bewegung kommen und welche zu Ende gehen… Intensiv sind die Zeiten sowieso, wahrscheinlich fast egal, ob hier oder anderswo…

Was mir am allerwichtigsten erscheint: ganz gegenwärtig zu sein mit dem, was gerade IST bzw. mit dem, was ich gerade tue und so die andauernd kreisenden Gedanken anzuhalten, die aus der Vergangenheit kommen und oft soviel Unfrieden stiften! Das darf ich immer wieder bei den verschiedenen Tätigkeiten üben – beim Laubkehren, beim Äpfel einkochen, beim Rosmarin ernten, beim spazieren gehen… und perfekt dazu passend habe ich vorhin einen Text von Amma im Internet gelesen:

What a shift!

Jeden Tag auf´s Neue wundere ich mich voller Dankbarkeit, wie sehr sich mein Leben verändert hat – vor allem seit dem Einzug ins Waldviertel in die Wohngemeinschaft… What a shift!

Das Leben im Camper war schön, hat mich reich beschenkt mit wundervollen Orten, mit einigen wirklich feinen Begegnungen, mit herrlich freier Beweglichkeit ohne jeden Zeitdruck… mein Zeitgefühl war komplett anders als zuvor – sehr gedehnt – drei Wochen haben sich angefühlt wie drei Monate… es war also ein seehr langer und sehr erlebnisreicher Sommer! Ein weiteres Geschenk während des Lebens im Camper: die Achtsamkeit und das Vertrauen in meine innere Führung haben sich vertieft… immer wieder reinspüren: Was ist jetzt dran? Was fühlt sich jetzt stimmig an? Was ist der nächste Schritt? In welche Richtung zieht´s mich? und das geht ja weiter und weiter…

Und doch war die Zeit im Camper nicht so neu wie jetzt das Leben in der Gemeinschaft! Bin ja immer schon viel im Bus unterwegs gewesen, nur nicht fünf Monate am Stück und immer hatte ich meine Wohnung im Hintergrund, in die ich jederzeit zurückkehren konnte. Das viele Alleinsein im Nomadenleben war mir auch nicht neu und das hat sich zeitweise schon etwas spröde angefühlt!

Und nun – seit ich im Waldviertel bin – gibt es schöne neue Begegnungen mit kreativen, inspirierten Menschen, die ich bei einem Tag der offenen Tür in einem kleinen Nest ganz oben im Waldviertel kennenlernen durfte – Nahrung für die Seele und meinen kreativen Geist! Das ist wie Regen auf trockene Erde – ein Segen! Das sind vor allem Frauen, die sich frei tanzen, Improtheater spielen, singen, tönen, meditieren… also genau in den Bereichen wirken, die auch für mich so essentiell wichtig und lebensfördernd sind! Eine dieser Frauen hat mir ein paar Zeilen in einem tollen Buch gezeigt, die ich sehr schön und wahr finde:

Es geht nicht darum, Kunst zu machen, sondern darum, in diesem großartigen Zustand zu sein, der Kunst unvermeidlich entstehen läßt. Also im Flow zu sein, verbunden, gut gehimmelt und geerdet!

Was mich auch sehr freut: daß sich meine alte Liebe zu Wien, die in den letzten Jahren fast eingeschlafen ist, wieder erneuert! Es liegt wirklich zu einem großen Teil (oder nur?) an mir, wie ich etwas wahrnehme, mit welchen Augen ich etwas anschaue…

Von Eggenburg ist es mit dem Zug nur eine Stunde nach Wien – da sind also auch neue Verbindungen am Entstehen zu interessanten Menschen und Orten, um eben diese meine Gaben zu pflegen und zu beleben… eine Fülle an Möglichkeiten tut sich da auf… Circle Song, freier Tanz, eine Art Improtheater kombiniert mit Aufstellungsarbeit… spannend!

Diese Zeilen hab ich vor Jahren mal aus einem schönen Roman von Szuzsa Bank rausgeschrieben und nun hab ich sie wiedergefunden – auf dem Deckel einer Schachtel mit Schreib- und Mal- und Zeichensachen!

Erste Impressionen

Wie sehr ich das liebe, an einem Ort neu anzukommen und nach und nach die Umgebung zu erforschen – bummelnd, wandernd, mit dem Rad… und meist „aufnahmebereit“! Also das was mir gefällt, mich berührt, was mir auffällt, aufzunehmen mit der HandyKamera – immer dabei! Und so bin ich heute durch Grafenberg, das Dorf im Waldviertel, in dem ich die nächsten Monate verbringen werde, geschlendert. An der Kirche und an den vielen Heiligen vorbei, die auf hohen Säulen verklärt in den Himmel blicken, durch alte Kellergassen, die mich begeistern… alles sehr echt, schlicht und unaufgeregt – ich mag das sehr! Und Gott sei Dank völlig abseits jeglicher Touri-route – für mich, die ich viele viele jahre im tourismusgeplagten Salzburg gelebt habe, eine wahre Wohltat!

Das Haus, in dem ich nun mit mehreren Menschen leben werde, ist mehrere hundert Jahre alt, war ursprünglich eine Taverne an einem Pilgerweg und ist wunderschön. Und die Menschen in diesem Haus: herzlich, offen – wunderbar! Hab mich gleich willkommen gefühlt und am richtigen Ort! Feine, inspirierte, achtsame Begegnungen und Gespräche erfreuen mein Herz! Fühle mich gut im flow und voll der Freude und Dankbarkeit über diesen Umschwung und Aufschwung in meinem Leben!

Ein paar erste Bilder:

Und hier das Haus:

Ein Tag später – mit Sonnenschein! EIne kleine Erkundungsfahrt mit dem Rad:

Aufbruch ins Unbekannte

Als ich gestern Vormittag vom Aigner Campingplatz weggefahren bin – ins Waldviertel, wo ich die nächsten fünf Monate verbringen werde, war ich völlig wach und präsent mit dem Gefühl, mit der Gewißheit: jetzt ist eine längere Phase zum Abschluß gekommen und dies ist ein Aufbruch in etwas Neues, in noch unbekannte Gefilde! Konnte in den letzten Tagen noch eine leidige Geldgeschichte, die mich latent seit Monaten belastet hat, loslassen und fühle mich wie befreit! Dieser Aufbruch ist also ungetrübt, verbunden mit Freude, Vertrauen, Staunen, Offenheit für das was kommt… Auf dem Weg in meine neue Bleibe habe ich Halt gemacht in einem 40-Seelendorf im Waldviertel, anläßlich eines Tages der offenen Tür; die Türe zu ihrem Haus – ihrer Villa Kunterbunt – hat eine Theaterfrau geöffnet; kleine workshops mit Theater, Stimme, Ausdruck, Bewegung… also genau meine Zugänge zu Lebendigkeit, zu meiner Essenz! Es war ein inspiriertes, lebendiges liebevolles Beisammensein bis heute Mittag – große Dankbarkeit für die Begegnung mit diesen wundervollen Menschen und für diesen tollen Auftakt meines neuen Lebensabschnittes! Was für ein Geschenk! Neue Verbindungen entstehen, Fäden werden gesponnen und geknüpft, quer durch´s Land, von Herz zu Herz!

Und dann heute Nachmittag die Ankunft in meiner neuen Bleibe – in einem kleinen Dorf etwas außerhalb von Eggenburg. Nieselregen, es hat abgekühlt – perfektes Wetter, um gern in ein gemütliches Haus einzuziehen, mit einem großen wunderschönen gemauerten Ofen im Zentrum! Die paar Menschen, die hier leben – manche nur vorübergehend oder nur zeitweise – sind alle jünger und sympathisch, es fühlt sich recht stimmig an! Gleich mal entstehen schöne, auch tiefgehende Gespräche, es gibt viele gemeinsame Neigungen und Interessen, ähnliche Stationen auf dem Weg… wie schön das ist! Manchmal gemeinsam kochen, gemeinsam essen, zwanglos – es entsteht einfach! Und zwei entzückende Hunde, ein Fluffy, ein richtiger Schmusehund und eine sanfte Fiora…

17 Jahre lang hab ich in einer recht geräumigen schönen Wohnung in Salzburg alleine gelebt (rückblickend erscheint´s mir wie ein Elfenbeinturm, der mir viele Jahre – vor allem in meiner längeren Rückzugsphase – gut getan hat und dann in den letzten paar Jahren immer weniger! Dann die letzten fünf Monate im Camper und nun eine WG, wo ich nur ein kleines Zimmer für mich allein habe – what a change – welcome! Die gemeinsame Küche ist groß und gemütlich, auch das Wohnzimmer und es gibt einen großen schönen Garten. Und gleich anschließend noch ein Haus mit einem Seminarraum, Küche, Wohnzimmer und Übernachtungsmöglichkeit. Das hat Potential! Das viele Alleinsein ist jedenfalls nun mal beendet!

Die Umgebung gefällt mir sehr – ich habe hier vor langer Zeit schon mal einen Sommer verbracht als Praktikantin im Eggenburger Krankenhaus in der psychosmatischen Abteilung; das war damals ind den frühen 80er-Jahren etwas Besonderes; ich glaube, es war die erste Abteilung dieser Art in Österreich! Ich bin noch geritten damals und habe die Umgebung zum Teil auf Pferdesrücken erkundet… sanfte Hügel und ganz viel Weite, viel Ruhe in dieser Landschaft und auch Kraft durch die Granitplatte auf der wir hier leben. Da und dort Kraftplätze, an denen ein paar Granitblöcke zusammenstehen…

Ich kann schon jetzt sagen, daß ich froh bin hier zu sein und sehr danbkbar, nun mal ganz anders zu leben!

Ein schöner Abschluß

Gestern bin ich wieder in mein „base-camp“ am Salzburg/Aigner Campingplatz zurückgekommen – das war wohl der letzte längere „Ausritt“ mit dem Camper für heuer.

Mit leiser Wehmut hab ich am vergangenen Sonntag (oh, erst vorgestern!) vom geliebten Mittelmeer Abschied genommen; trotz seiner malträtierten und vielfach zubetonierten Ufer ist das Meer selbst natürlich wunderschön in seiner Weite, seinem Farbenspiel, seiner Milde während dieser warmen Spätsommertage und getränkt von so vielen schönen Erinnerungen und Geschichte(n)!

Eine gute Freundin hat mir erzählt, daß sich am 1. Oktober unzählige Menschen zusammengetan haben um eine Friedenskette rund um den Bodensee zu bilden. Davon berührt, hab ich mir möglichst lebhaft vorgestellt, daß dasselbe rund um´s Mittelmeer geschieht: Abertausende Menschen, die sich über alle künstlichen Grenzen hinweg – rund um´s ganze Mittelmeer – mit dem Herzen verbinden und singen und musizieren und tanzen, ein großes Friedensfest feiern!

Ja, vorgestern also Abschied für heuer vom Meer, nachdem ich mich am letzten Tag noch mit lieben Bekannten, die zufällig in der Nähe waren, getroffen hab – ein schöner Abschluß mit feinem Beisammensein und gutem Essen und Trinken!

Strahlender Sonnenschein macht die Fahrt nach Norden leicht und ich freue mich auch wieder an den hohen Bergen mit ihrer klaren kraftvollen Präsenz.

Gegen Abend komme ich am Wörthersee an; in diesem besonderen Licht ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang scheint alles zu schweben – der See, die Berge und Hügel… ich bin total fasziniert von all den feinsten Schattierungen von Blau: lichtblau, goldblau, orangeblau, licht-graublau, himmelslichtblau, ätherisches Blau… soviel Schönheit!

Das untere Bild ist vom Keutschachersee!

Ich fühle mich wie Frederik, die Maus und sammle eifrig Sonnenstrahlen, Farben, Wellenlieder, wohlige Wärme… für den Winter!

Und nun wieder Salzburg für ein paar Tage… das Sammeln geht weiter, voller Dankbarkeit!

ERNTEDANK!