Kategoriearchiv: Hannablog

Am Weg zurück – ein erstes Resümee

HERAUSFORDERUNGEN…. ERKENNTNISSE…. ÜBUNGSFELDER…. BEOBACHTUNGEN…. FRAGEN…. LERNAUFGABEN…. LERNSCHRITTE…. BEISPIELE…

ÜBUNGSFELDER: ich darf mich immer wieder in GEDULD ÜBEN 😝 ! Sraßensperren mit langen Umleitungen, Staus, all die Dinge, die nicht so klappen, wie ich´s gewöhnt bin, wie ich´s gern hätte…. ok…vielleicht später…vielleicht geht´s auch anders… vielleicht ist es jetzt einfach nicht dran… interessant: je weiter weg von Österreich , speziell von Salzburg ich bin, desto leichter fällt´s mir!

Ich darf immer wieder ÜBEN, die Energie – wenn sie in mir in den Keller gerutscht ist, wieder zu heben, zu wenden… besonders gut hilft mir dabei das Singen, Tönen, Tanzen, volleres Atmen (JA zum Leben!)… und dann die veränderten Reaktionen/Antworten im Außen zu BEOBACHTEN! Ein kleines Beispiel dazu: ich mach eine kleine Radltour, in eher gedämpfter Stimmung… ich finde, die Leute schauen alle irgendwie unfreundlich aus… so macht das keinen Spaß, also fang ich an, beim Radln zu singen, zu tönen und sofort wird´s in mir heller, freundlicher und ich fahre so dahin mit einem inneren Lächeln… ab dem Moment lächeln mir alle (!) entgegenkommenden Radfahrer zu (obwohl ich gar nicht mehr laut singe!) Faszinierend, wie die Energie sich sofort überträgt bzw. spiegelt!

Und dann vorgestern – na ja, da bin ich richtig in ein altes Verhalten reingerutscht, das ich überhaupt nicht mag! Am Schluchsee (im Schwarzwald) führt ein schönes, schmales Wegerl entlang, nur für Fußgänger, nicht für Radfahrer. Nach einer Weile kommen zwei Radler daher, ich bin etwas genervt und schau sie streng an; bald darauf dasselbe wieder (ich schau noch strenger) und dann noch ein drittes Mal – da geht´s mir schon gar nicht mehr gut mit mir selber! Gott sei Dank bin ich wach genug, zu merken, wie ich mir selber damit den eigentlich wunderschönen Spaziergang verderbe und kann innehalten, mich ans Seeufer setzen, gut durchatmen und wieder kommen Töne, ein kleines Lied und bin wieder in Frieden… dann beim Weitergehen sind vor mir 2 Kinder mit ihren Rädern, die um die Wette fahren und ich kann wieder lachen…

FRAGE: warum ist dieser Einbruch in meinen Camper passiert? Da gibt´s ja mehrere mögliche Antworten und Interpretationen…. als ich anfangs gestresst und im Unfrieden damit war, war da der Gedanke: ist da eine Kraft, die verhindern will, daß ich mich ausdehne, über meine gewohnten Grenzen hinaus? Dann – mit etwas Abstand, in einem friedlichen und liebevollen Zustand, kommt eine andere Antwort: es hat mich eingebremst, mich zum Innehalten gebracht und das wohl aus einem guten Grund… aus Liebe! Also je nachdem, in welcher Frequenz ich schwinge, kommen unterschiedliche Antworten auf meine Fragen!

Eine ERKENNTNIS: ich muß gar nirgends hin im Außen, wenn´s zu beschwerlich wird! Die Mühsal von Pilgerwegen – das ist nichts für mich – das durfte ich bereits in Assissi vor einigen Jahren erfahren! Ich soll und darf auf meinen Körper hören… verstärkte Schmerzen sind ein NEIN! Eine Tagesetappe (nur eine einzige!) wollte ich pilgern am Franziskusweg – von Assissi in den nächsten Ort… hab mich unterwegs verlaufen, hatte zuwenig Wasser dabei, um noch ein paar Stunden länger zu gehen, bin umgedreht, hab dann die Einsiedelei gefunden (beim Aufstieg hab ich die Abzweigung übersehen) und in der kleinen Grotte, in der San Francesco so häufig meditiert hat, bin ich dann lange in Stille und Frieden gesessen und hab meine Botschaft erhalten: du brauchst die Erfüllung, die Liebe nicht im Außen, an einem entfernten Ziel suchen… da läufst du grad am Eigentlichen vorbei… Jetzt und hier ist alles da! Glastonbury (wo ich ja ursprünglich hinwollte und wo ich auch Freunde treffen wollte) ist ein uralter Pilgerort mit sicher einer sehr speziellen Energie… doch „etwas“ hat Nein gesagt (die Rückenschmerzen beim Fahren waren heftig!), hat mich gebremst und mich dazu gebracht, hier in „mittleren Lagen“ zu bleiben und es fühlt sich stimmig an!

Und ich LERNE dazu in bezug auf Manifestieren… zum Beispiel: da ich viel alleine bin in diesem nomadischen Leben, wächst immer wieder der Wunsch nach berührenden Begegnungen. Ich finde es sehr hilfreich, diesen Wunsch nicht nur gut zu spüren, sondern auch laut aussprechen – das gibt ihm Kraft und öffnet mich mehr für die Verwirklichung, macht mich wach, um die Gelegenheiten, die sich anbieten, auch tatsächlich zu ergreifen und nicht vorbeiziehen zu lassen! Also ist es auch ein ÜBEN im Wachsein: was ist mir denn gerade ein Bedürfnis, was ist da für ein Wunsch, für eine Sehnsucht?

Eine WAHRNEHMUNG oder auch BEOBACHTUNG: dieses Langsam-Sein, Innehalten, Entschleunigen macht mich empfänglicher, weicher und auch verletzlicher… Wenn ich recht aktiv bin, ein Ziel verfolge, viel zu tun habe, fühlt sich das erstmal kraftvoll an, aber es läßt mich härter werden, wie ein Schutzwall der entsteht gegen alle möglichen unerwünschten Gefühle… Yin und Yang, magnetisch-elektrisch… eine Kunst, immer wieder ein gutes Gleichgewicht darin zu finden!

Noch eine BEOBACHTUNG: als ich nach dem Einbruch ziemlich durch den Wind war, hab ich ganz viel Hilfe bekommen. Der Mechaniker, der gleich nachdem die Sache mit der Genarmerie erledigt war, provisorisch ein Plastikfenster eingesetzt hat, war sehr lieb und freundlich und hilfreich – in zehn Minuten war alles erledigt. Beim Einsetzen der richtigen Scheibe einige Tage später war´s genau umgekehrt: Der zuständige junge Mechaniker war total lustlos, wortkarg, hat auf mich eher depressiv gewirkt. Erst hab ich gedacht oh je! doch dann hab ich mich an etwas erinnert, das ich am Vortag im Internet gelesen hab, und das war folgendes: „Versuch mal, zu jedem Menschen, der dir begegnet, innerlich „ich liebe dich“ zu sagen – egal wie dieser Mensch drauf ist…“ ich hab das tatsächlich ausprobiert (es ging eigentlich ganz leicht!) und dieser Mann ist richtig aufgetaut, hat sich am Schluß noch entschuldigt, daß es länger gedauert hat… er war richtig freundlich! und ich war berührt und hab mich richtig gefreut! In dem Fall hat ER etwas Hilfe gebraucht… Hilfe annehmen, Hilfe geben… Also eine gute ÜBUNG: mich nicht entmutigen oder anstecken zu lassen von der schlechten Stimmung des anderen Menschen, sondern es als Möglichkeit zu sehen, bei mir zu bleiben und Liebe fließen zu lassen.

Höhepunkt, Scheidepunkt, Wendepunkt

Vor drei Tagen (28.6.), am Lac Blanc – oben in den Vogesen – abends und die halbe Nacht: ein Highlight der Reise – jedenfalls was die Geselligkeit anbelangt! Ein paar Menschen (Reisende, die hier in ihrem Camper übernachten – so wie ich), die sich spontan zusammenfinden zum Plaudern, nach einer Weile wird ein improvisierter Tisch gedeckt und jede und jeder steuert etwas zum gemeinsamen Nachtmahl bei, Wein wird eingeschenkt… Sante´! Lauter liebe, herzliche Menschen – ein Geschenk nach Tagen des AlleineSeins! Ein HÖHEPUNKT am höchsten Punkt der Reise (auf 1155 Meter liegt der Lac Blanc).

Vorher – am Nachmittag desselben Tages – beim inspirierten Wandern vom Lac Blanc zum Lac Noir und wieder zurück (immer wieder begeistern mich die Steine und Felsen, diese sanften Riesen! und hier gibt es viele viele!)…

… ja, also so beim Wandern hab ich lebhaft den Wunsch nach schönen Begegnungen in mir gespürt; hab ihn laut ausgesprochen (so ungefähr, mit Augenzwinkern: „…. meine lieben Spirits, ich brauch jetzt dann wirklich herzwärmende Begegnungen… ich weiß nicht wie ihr das einfädelt, aber bitte tut ´ s was… bald!) Und so hab ich wie von selbst den Platz neben diesem lieben, jungen, offenherzigen Franzosen gefunden und hab einfach einen kleinen Schritt zu ihm und den anderen Camper-Nachbarn hin gemacht! Und so etwas Schönes ist dadurch entstanden, auf ganz natürliche Weise! Danke danke danke!

Und vorgestern: der Tag auf den sanften Kuppen, auf dem breiten, offen daliegenden Rücken der Vogesen… freier Blick, Weite, eine wohltuende, wunderbar beseelte Landschaft. Und etwas unterhalb des Kammes: diese alten, verknipelt-verkrupelten Bäume: zwergenhafte Buchen, meist dicht und in kleineren Gruppen stehend, voller Moos, schräg, gekrümmt, verbogen… ein geheimnisvoll-eigenartiger Wald! Und überall Heidelbeersträucher, die die großen weiten Flächen mit ihrem frischen Grün überziehen… schön!

Und dann (immer noch gestern) – zum Übernachten – am Col de la Schlucht, ebenfalls hoch, auf 1139 Meter, auf einem großen Parkplatz für Wohnmobile. Vor der Windschutzscheibe wächst der Holler, frisch erblüht, die wunderschönen duftenden weißen Dolden nach oben gerichtet, zu den Sternen!

Still ist es hier, geräumig, mehrere Womo´s in angenehmem Abstand, jeder für sich – das Gegenteil zum Vortag. Ich für mich, mit mir, im Bus, schreibend, meditierend, auf einmal erkennend: das hier jetzt, das ist der SCHEIDEPUNKT, eine Ent-scheidung ist dran! Will ich weiter westwärts, tiefer rein nach Frankreich, um weiter Neues zu erkunden oder wohin? Und dann ist Klarheit da: es geht ostwärts, dies hier ist ein WENDEPUNKT! Nach dem gestrigen Höhepunkt nun der Wendepunkt! Es zieht mich zu einem Seminar (Obertongesang, Heiltönen…) in Kärnten – in gut einer Woche. Da möchte ich hin, JA! Das ist ja genau mein Thema, eine meiner Gaben, die ich weiterentwickeln will! Also gemütlich über die Schweiz zurück, das eine oder andere Seminarhaus besuchen und kennenlernen (um vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen zum Längerbleiben und Mitarbeiten…?)… am wunderschönen Bodensee entlang… und schließlich auch wieder mal nach Salzburg, zu Lilo, meiner geliebten (körperbehinderten) Schwester, und mich dann doch kümmern um den Ersatz der gestohlenen Dinge, ev. Kostenersatz durch eine Reiseversicherung…?

Damit würde dann die erste Poldi-Pössl-Runde abgeschlossen sein, mit ihrer ganz eigenen Choreographie, ihren ganz eigenen wechselnden Bühnenbildern, Mitspielern, mit ihren ganz eigenen Erfahrungen, Lernaufgaben, Erkenntnissen… und dann wird die nächste Runde kommen… jede Runde wie das Blütenblatt einer Blume (so ist mein inneres Bild dazu)… mal sehen, wieviele Blütenblätter die Blume haben wird…?

Diese jetzige Entscheidung fühlt sich sanft und gut im Herzen an, ich freu mich auf den Rückweg und seine Stationen! Es geht ja nicht drum, möglichst lang möglichst weit weg von Österreich zu sein – obwohl ein gewisser Abstand doch sehr gut tut!

Hier „in der Fremde“ kann ich die Menschen und ihr Treiben viel vorurteilsfreier und humorvoller wahrnehmen: „Ah, so ist es hier!“ „Oh, so schauen die Menschen hier aus!“ und „Oh, so ist er, so ist sie, so machen sie das hier…!“ Hat ja nichts mit mir zu tun, so IST es einfach hier… ich schaue zu, wie sie vorübergehen, sehe ihre Eigenheiten, ohne innere Reaktion, eher mit Staunen (diese staunende, wohlwollende Sicht möchte ich sehr gern beibehalten, auch in meinem Heimatland, auch in Salzburg – wo mir das oft gar nicht so leicht fällt!) … Hier im Elsaß nehme ich ein bunt gemischtes liebenswertes Völkchen wahr, viele sehen so aus, als kämen sie direkt aus dem Zwergenreich oder wie aus Holz geschnitzt… es menschelt und das tut gut! Die Uhren ticken noch langsamer hier (kein 5G, kein WLAN in den Lokalen…), der Zeitgeist tut sich anscheinend etwas schwerer hier als anderswo, „die Welt auf Vordermann zu bringen“! Wie schön – sehr erdig hier, sehr bodenständig – wohltuend!

Wie geht´s weiter?

Mir fehlt der Plan und vielleicht ist das gut so…

Eva Denk, medial begabte Astrologin, die ich sehr schätze und liebe, schreibt in ihrem gestrigen Text für diese Woche: „…..Es herrscht momentan noch etwas ein Durcheinander in unseren Köpfen. Es fällt schwer zu planen und die Kontrolle zu behalten. ….. Alles ändert sich immer wieder, zeigt sich anders, erneuert sich, läßt Altes hinter sich… wenn dir Veränderung Angst einjagt, bist du wieder mal gefordert, dich in den Fluß des Lebens zu stürzen und deine Vorstellungen darüber, wie es weitergeht, loszulassen.

Na dann… bin ich ja gar nicht sooo daneben… 😉😛⁉️

Manche Tage sind wie Perlen

Und so ein Tag war vorgestern, der 24. Juni! Klares, strahlendschönes Sommerwetter, ein angenehmes lindes Lüfterl, die Welt leuchtet in satten Farben… ich verspüre Lust zu wandern (anstatt Rad zu fahren), rauf zu den 3 Schlössern oberhalb von Ribeauville (so heisst das Städtchen, das mich so freundlich aufgenommen hat nach dem Einbruch in meinen Bus). Das Zu-Fuß-Gehen tut mir gut – nochmal eine Entschleunigung gegenüber dem Radfahren! Und so nehme ich die mich umgebende Schönheit viel intensiver wahr als vom Bus oder Fahrrad aus… ein wunderschöner ehrwürdiger Felsen zieht mich an, ich setze mich zu ihm und auf ganz natürliche Weise entsteht eine Kommunikation, die mich beglückt! Schon lange wünsche ich mir, mit allen möglichen, nicht-menschlichen Wesen kommunizieren zu können und hab immer wieder gedacht, daß ich keinen Zugang finde bzw. daß das, was entsteht, nur meiner Phanatsie entspringt. Heute hab ich dieses Gefühl nicht, ich spreche einfach laut aus, was von selbst kommt – ganz langsam und bedächtig, wie Steine eben sind… übrigens: er oder eher sie hat den Namen Gümbel!

Die Wege zu den Überresten der drei Schlösser (auf steil aus den Wäldern aufragenden Felsen im Mittelalter erbaut) führen durch zaubrische Wälder – es ist einfach nur schön!

Ein sich selbst überlassener Teil der Schlossruine, der mich bezaubert!

Der Einbruch in meinen Pössl-Bus hat – so scheint es mir – etwas in mir geöffnet – ich fühle mich wacher, präsenter, weicher und liebevoller als vorher und bereit für ganz neue Erfahrungen! Zumindest an diesem besonderen Tag!

Hier am Campingplatz bei Ribeauville´ leben mehrere Störche und immer wieder spaziert einer ganz nahe bei mir vorbei – so lieb und lustig!

Ich schaue nach, was im Schamanismus der Storch für eine Bedeutung hat und siehe da: er steht für Glück und Erneuerung. „Das Krafttier Storch fordert dich auf, Altes zurückzulassen und weiter zu ziehen. Nimm die Geschenke des Lebens in Glück und Dankbarkeit an….. er fordert dich auf, den Mut zu haben zu neuen Ufern aufzubrechen. Er begleitet dich und wird dir mit untrüglicher Sicherheit den richtigen Weg weisen. Vielleicht steht für dich eine Reise an. Sei offen und in freudiger Erwartung dessen, was zu dir kommen mag. Beständigkeit kann auch in der Bewegung stattfinden. Deshalb habe keine Angst, Altbekanntes zu verlassen… wenn du aus dem Gleichgewicht geraten bist, verhilft der Storch dir, wieder in deine Mitte zu kommen. So wie er auf einem Bein stehend, in seine Ruhe kommt. Er nimmt dich mit auf diese Reise in dich selbst und zu deiner eigenen Stabilität. Laß dich auf ihn ein, er ist ein äußerst zuverlässiger Reisebegleiter…“

Von Herzen willkomen, Meister Adebar, reise mit mir, sei mir ein verläßlicher Begleiter!

Dieses Bild ist von Hansi, seine liebenswerten Werke sind im Elsaß auf Schritt und Tritt anzutreffen. In Colmar gibt´s ein ganzes Hansi-Museum – er war Maler, Zeichner und Karikaturist… sein bürgerlicher Name war eigentlich Jean Jacques Waltz, aber er ist nur als Hansi bekannt. Er hat von 1873 bis 1951 hier im Elsaß gelebt.

What a day!

Mußte dieses Mich-auf-meiner-Bahn-Einbremsen wirklich so heftig sein? Hm, hätte ich denn sonst innegehalten? Nein, ich glaub nicht! I was so north-west-bound… England, Wales, Cornwall… wahrscheinlich auch Schottland, Irland…hui!

Hab mich anstecken und begeistern lassen von der vital-vorwärtsgerichteten Energie von Andrea – einer lieben Freundin… weite Strecken, Linksfahren… kein Thema!

Die Hauchzarte in mir hab ich jedoch wiedermal übersehen… jetzt weiß ich, daß sie sich gestresst verspannt hat (mein Rücken hat mit starken Schmerzen reagiert) – aus Angst vor Überforderung…

Und dann ist vorgestern was passiert – urplötzlich und deftig! Als ich nach einigen Stunden Herumwandern zum Camper zurückkomme, ist die Fensterscheibe meines fahrenden Zuhauses eingeschlagen und mein Rucksack und eine Tasche verschwunden – mit vielen mir zum Teil sehr wichtigen Dingen! Sch….!!!

Was hat das zu bedeuten?

Interessant: es hat mich an einem richtig guten Tag getroffen… ich war in einem schönen, friedvollen flow und dann – zack! Der Einbruch!

Die Sache hat mich ganz schön ausgehebelt: heftige Unruhe, heftige Emotionen, Irritationen und schließlich Erschöpfung… ich will nur ausruhen, mich ins Gras legen, nirgendwo hin-müssen…

Das war alles vorgestern, der Einbruch und Diebstahl am Berg der Sainte Odile, der Schutzheiligen des Elsaß… ein alter keltischer Kraftort, heute ein bekannter Wallfahrtsort…. sehr schöne, friedvolle Energie! Nach den langwierigen Polizei-Formalitäten geht´s weiter, konsequent nach Norden Richtung Wissembourg (von einer guten Freundin empfohlen)… doch der Poldi-Pössl-Bus mag offenbar nicht, immer wieder nimmt er das Gas nicht an, bleibt stehen… Zündung aus, Neustart… geht wieder ein Stückl usw… Streß pur auf der dicht befahrenen Autobahn! Bitte laß uns heil ankommen im Städtchen, am Ende dieses aufreibenden Tages! Und schließlich ja, wir kommen an, der Poldibus und ich… geschafft! Der Stellplatz ist ok, das Städtchen etwas dumpf und gedrückt… (so wie ich!)

Am nächsten Vormittag, also gestern am 21.6. wieder zurück, runter (südwärts!) zur Gendarmerie in der Nähe des Tatorts…nur dort bekomme ich eine schriftliche Bestätigung der gestohlenen Dinge… sehr schräg, die Begegnungen mit verschiedenen Gendarmen… („Attention flic!“ haben wir vor bald 50 Jahren in Paris beim Solexfahren immer gerufen!)… mehrere Stunden später ist auch das geschafft… und nun – wohin? Irgendwohin in der Nähe, ich will nur rasten! Ich entscheide mich für ein hübsches altes Städtchen in den Weinbergen – 40 km noch weiter südlich! Finde einen netten Campingplatz – ich atme auf! Interessant, diese Rückwärtsbewegungen, südwärts!

Und schließlich hab ich verstanden, wie wichtig dieses Innehalten ist! Alle Pläne mal loszulassen, STOP, Aus, Reset! Da zeigt sich eine andere Möglichkeit, ein anderer Weg – el CAMINO DEL CORAZON! Der Herzensweg, und der könnte mich ganz woanders hinführen als zackig nach Nordwesten… sanft mit mir selber sein, wieder die Freude am Unterwegssein finden, das Mit-allen-Sinnen-Genießen, die Erfahrung, gut im Fluß und im Herzen, in der Liebe zu sein… in aller Freiheit!

Mir scheint, Andrea hat mir nur den kräftigen Anfangsimpuls gegeben, um mich in Schwung zu bringen und daß es wohl gar nicht um irgendein Ziel im Außen geht! Sondern daß ich meinem Herzen, der inneren Führung vertraue (die durch meinen Körper und durch alles Mögliche zu mir spricht, auch durch den Poldi-Bus!)

Vielleicht mag ich quer durch Frankreich mäandern, immer der Nase nach, dorthin wo´s blinkt und leuchtet… ohne jeden Zeitdruck, ganz in meinem Flow… bin offen für schöne Überraschungen!

Es geht wirklich darum, daß ich lerne im eigenen Fühlen, im Herzen zu bleiben, die eigenen Impulse und Wünsche gut zu spüren und ihnen zu vertrauen und zu folgen!

Das Elsaß ist eine sehr liebenswerte, herzwärmende Region – wie im Märchen, wie im Zwergenland! Die bunten, hübschen Fachwerkhäuser, die Lädchen und die Balkönchen – alles überreich geschmückt mit Blümchen und Häschen, Zwergelchen, Schwammerlen und Puppen, die aus den Fensterchen schauen… einzigartig!

Schöpfer-Wesen

Ich höre und lese so oft darüber, wer wir in Wirklichkeit sind und durfte es auch in besonderen Momenten erfahren: wir sind machtvolle, lichtvolle, liebevolle Schöpferwesen!

Ein machtvolles, lichtvolles, liebevolles Schöpferwesen sein – wie fühlt sich das an? Im Körper, im Herzen, im Geist? Es offenbart sich mir, wenn ich mit meiner Essenz verbunden bin – in dieser Einheit von Atem, Stimme und Bewegung!

Bewegt-bewegend Stimme gebend Atmend – ein und aus, ein und aus, ein und aus…

Ein bewegt-bewegendes, Stimme gebendes, Atmendes, ein und ausatmendes Schöpferwesen SEIN

So ist mein Zugang: Atem, Stimme und Bewegung – eine Einheit, meine „Dreifaltigkeit“!

Töne und Klänge aus der Verbundenheit heraus können Räume öffnen – Räume der Stille, des Friedens, der Heilung, der Liebe, der Freude… Worte, mit Intention und in Wahrheit gesprochen, können große Wirkung haben; bewußte, verbundene Bewegungen und Gesten können Energien in erwünschte Richtungen lenken (harmonisierend, erhebend, klärend, erdend…) Und der Atem: jeder volle natürliche Atemzug – ein volles JA zum Leben!

In dieser Einheit schöpfend – erschaffend …ein und aus… JA und JA, dreimal JA !

Diese Elemente ziehen sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben, immer wieder dieses Mich-Erinnern: „Ah ja! DAS sind meine Stärken, meine Gaben, da kommt alles ins Fließen…“… und doch hab ich sie die längste Zeit nicht wirklich wertgeschätzt, nicht anerkannt in ihrer vollen Kraft und Schönheit, hab weitergesucht… immer wieder haben sich Wege als Sackgassen entpuppt… aber gut, so bin ich doch auch an den Punkt gekommen (vielfach eben im Ausschlußverfahren), an dem ich jetzt bin: wo ich diese Gaben endlich dankbar annehmen und sie in ihrem Potential viel besser erkennen kann… mit dem Gefühl: jetzt kann´s erst richtig losgehen! Dieser Prozess hat so richtig Fahrt aufgenommen, seit ich meine Wohnung aufgegeben habe und in den Camper übersiedelt bin!

In diese Grundstruktur, in dieses tragende Fundament von Atem-Stimme-Bewegung darf sich noch vieles hineinweben – jenseits meiner Vorstellungen! Die schöpferische, heilende Kraft der Worte, bestimmter Frequenzen, vergessener Töne und Klänge, – überirdisch, unterirdisch – Himmel und Erde verbindend!

Und die Lust am Schreiben ist zurückgekehrt – das freut mich sehr! Eine längere Schreib-Pause hat gut getan und damit verbunden das Verabschieden der alten Art zu schreiben – es sollte möglichst interessant und originell sein! Darum geht´s mir nicht mehr, viel schöner ist das Schreiben im freien Fluß, aus der Essenz heraus! NIcht aus dem „kleinen“, sondern aus dem „großen“ Ich… alles ist im Wandel! Willkommen!

Die Starre der fixen vier Wände im Aussen, die Starre der alten Muster in mir – mal mehr, mal weniger spürbar gewesen… Und nun raus aus den alten Hüllen, rein in einen Wagen, der rollt, in einen Fluß, der frei fließt, in die Stille des Jetzt-ganz-Hier-Seins…

… in die tanzende, singende, atmende Buntheit des Lebens!

Auf zu neuen Ufern… betwixt &between…

Ein neuer Abschnitt meines Lebens beginnt und ich spüre den Wunsch in mir, über diese Reise, diese Übergangsphase vom „alten“ in ein „neues“ Leben kontinuierlich zu schreiben; also ab nun eine Art Reise-Blog! Betwixt &Between – so haben die Kelten, glaub ich – die Dämmerung und generell Übergangsphasen genannt!

Heuer im Frühling ist es innerlich nun wirklich dringend geworden, die fixen vier Wände meiner Salzburger Wohnung zu verlassen (hatte ja schon länger das Gefühl, daß sie mir nicht mehr guttun) … innere Wandlungsprozesse haben immer deutlicher auch im Aussen nach anderen Umständen, anderen Bühnenbildern verlangt – freifließend, wandelbar, unvorhersehbar! So war endlich der Entschluß gefaßt und ganz rasch und leicht hat sich ein lieber Mensch, eine Frau gefunden, die in meiner Wohnung bis auf Weiteres leben wird. Am 21. Mai war´s dann soweit, daß ich die Wohnung übergeben habe und in meinen Camper übersiedelt bin! Hurra!

Da hab ich gleich mal aus einem Stapel schöner Karten (gemalt von Sanvja Bühler) folgende Karte mit diesen Worten gezogen:

VERÄNDERUNG! Wunderbar, so passend! So hab ich mich gefühlt – voller Vor-Freude auf das „Neue Leben“, mit „frischem Wind in den Haaren….“

Und so hat sich das zunächst auch angefühlt… die Freude darüber, den Schritt aus den alten Bezügen, aus den alten Gewohnheiten und Wegen heraus gemacht zu haben – nach wochenlangem Räumen und Ausmustern meiner Sachen (Bücher, Kleidung, alten Fotos….) …wunderbar!

Die ersten 5 Tage waren dann sowieso etwas Besonderes – am Chiemsee in einem Seminar für die Entwicklung der Medialität, in dem wir geübt haben, mit allen möglichen Wesen zu kommunizieren… ein sehr schöner Start!

Dann noch einige Tage im Chiemgau – mal hier mal dort, am Berg, am See, wunderschöne neue Orte entdeckend…

Und doch, mit der Zeit wird´s mir anstrengend, ständig Entscheidungen treffen zu müssen (wohin als Nächstes? wo werde ich übernachten…? teure volle Campingplätze…), verstärkt Rückenschmerzen…

Die Karte der Veränderung und davor noch das Bild eines Löwen (das mir eine Freundin geschenkt hat) auf meinem Tisch im Camper (zeitweise ein improvisierter kleiner „Altar“) fühlt sich nun gar nicht mehr so stimmig an („…frischer Wind in den Haaren…?“)… und so stark fühl ich mich auch nicht mehr…

Und so freue mich, nach 10 Tagen zurück nach Salzburg zu fahren wegen einiger Termine, freue mich, auf dem mir lieben und vertrauten Aigner Campingplatz ein kurzfristiges Zuhause zu finden, freue mich, wieder in Salzburg in mein Lieblingscafe gehen zu können und vor allem: gleich mal für ein paar Tage in der Rezeption mitzuhelfen (akute Personalnot, so wie fast überall)! Kontakte, nette Begegnungen, eine sinnvolle Tätigkeit (Menschen freundlich zu empfangen)…wie schön! und dazwischen die kleinen Wanderungen im Wald, das Leben so nah an der Natur, es ist gut…

Gut hier angekommen, hab ich dann in der abendlichen Meditation die Karte der Veränderung und den Löwen betrachtet: stark, hat sich aber gar nicht mehr stimmig angefühlt (eher stressig) und so durften beide erstmal abtreten – Abgang von der „Bühne meines Altars“! Habe den voerst leeren Altar auf mich wirken lassen…gut fühlt sich das an, entspannend; nur ein sehr zart geschriebener Satz auf dem Kartenhalter fällt mir auf: „Wie schön, daß es dich gibt.“ Oh, da wird etwas weich in mir, das fühlt sich zart und sehr liebevoll an…dem Herzen näher!

Und dann – ich ziehe eine neue Karte (ebenso von Sanvja) – zieht die STILLE ein, ein wohltuendes, stilles Sein…

I

Und die Stille sagt: „In mir, in der Stille, wachsen dir Wurzeln, Wurzeln der Liebe… sie geben dir Halt mitten im Leben.

Und weiter (ich ergänze): „In mir, in der Stille, weitet sich dein Herz, dein ganzes Körper-Seele-Geist-Sein. Dein Bewußt-Sein.

Ich, die Stille, bin deine Heimat, bin dein Ruhe-, Friedens-, Liebes-Raum.

Ich, die Stille, bin die die dich tief entspannt, wunderbar nährt, die dich in Liebe blühen lässt.“

Und die Tage vergehen… es ist klar, daß dieses Ankern in altvertrauter Umgebung nur von kurzer Dauer sein kann… meine Stimmung trübt sich ein, mein Körper reagiert mit Unmut, das Aushelfen an diesem liebenswerten Campingplatz ist zwar ganz nett, auch so manche Begegnungen mit Menschen aus allen möglichen Ländern, aber „die neuen Ufer“ sind das sicher nicht! Ein Teil in mir wünscht sich noch Sicherheit im Außen, eine Art Haltepunkt… tief drinnen jedoch sehne ich mich danach, mich wirklich diesem freien Fluß des Lebens anzuvertrauen, ohne wenn und aber… Kontrolle loszulassen… ah! Sicherheit finde ich im Vertrauen auf mein liebevolles Geführt-und Getragensein und im Vertrauen auf meine innere Stärke und Fähigkeiten…

Let it happen, let it be…

so und la, jen ka sa

kasa min no hikotai

esche meene tikanai

ene meene mu

und drin bist du!….

Drin in der Verbundenheit, drin in wohltuendem Gleichmut

Drin in Frieden

Drin da-raaa

Eeeje schekemeene

Daia daaaa

Aj Aj Aj

Zutiefst mein´s leben und daß das einfach geschehen darf, sein darf!

Da kommt die dritte Karte ins Spiel – sie hat nun die Bühne betreten – nach dem vorläufigen Abgang der Stille. Und diese dritte Karten-Botschaft bringt die BUNTHEIT!

Daran hat mich eine liebe Freundin in einem sehr hilfreichen Gespräch erinnert – danke, Andrea! Da kommt die Lebensfreude wieder zurück…

Es ist wie ein Pendeln zwischen „Alt“ und „Neu“, ein betwixt & between! Hier in Aigen bei Salzburg, ganz in der Nähe meiner damaligen Volksschule und des damaligen Zuhauses, bin ich eindeutig im „Alten“, im Feld voller Kindheitserinnerungen … die Schulwege, die Ängste, die anderen Kinder, das Nicht-zu -spätkommen-dürfen, das immer-mehr-Wegwollen-von zu Hause, der düstere alte Friedhof, die Schneeballschlachten, die blaugeschossenen verschwollenen Augen, die Boxer von einem der wilden Buben direkt in die Magengrube, die alte gestrenge Lehrerin Soldansky, das Indianerspielen im Wald mit Anschleichen, Spurenlesen und Kriegsgeheul…usw… und die Hunderunden mit Dackel Britti und Mutti, kniehoch Schnee… sehr gemischte Erinnerungen…

Alles hier sehr vertraut, schön aber nix Überraschendes…

Und JA! mein Geist, meine Seele will NEUES! Will Neues sehen, spüren, erfahren…innen und außen… JA!

WILL DIE BUNTHEIT DES LEBENS! JA JA JA!

Da fühle ich mich meiner Essenz wieder nahe!

Die „Arbeit“ mit den Essenzen wurde von Eva Denk und Christopher Amrein entwickelt, die mit Hilfe der Astrologie und ihrer Medialität den Menschen helfen, ihre Essenz wieder zu erkennen und zu leben. Für mich sehr schön und hilfreich! Das obige Bild stammt von ihnen.

LICHTMESS

Heute ist Lichtmess, Candelaria, das Ende der Dunklen Zeit!

Willkommen!

Brigid, du Helle! Dein Baum die luftig-leichte Birke!

Die jungen Triebe, Keime, Knospen noch in Vorbereitung

Auf die Geburt ins Licht, ins farbenfrohe Freie…

Noch in der Erde – Im Festen, doch schon Durchlüfteten

Im Dunkeln, doch schon Durchlichteten…

Darüber: vielleicht eine Decke aus Schnee?

Oder ein Haufen aus dürrem Laub?

Wie immer … Lichtmess – eine Verheißung!

Heilung, Selbstheilung

Ja, dieses Thema beschäftigt mich derzeit besonders, noch mehr als sonst; ganzheitlich, also Heilung auf allen Ebenen, nicht nur auf der Körperebene.

Ich bin sicher, daß es eine ursprüngliche Information für völlige Gesundheit in jeder Zelle gibt und daß es darum geht, diese Ur-Information wachzurufen.

Nur: wie geht das?

Ich habe dazu sehr schöne Gedanken von Dieter Duhm in seinem Büchlein „Die Entscheidung, Bauanleitung für das Heilige Land“ (das ich wärmstens empfehlen kann!) gefunden. Er schreibt auf Seite 42: „Das Leben und alle Zellen des Leibes enthalten ein Heilungsprogramm….. die vollständige Heilungsinformation ist immer gegenwärtig und kann immer abgerufen werden….. Heilung erfolgt immer von selbst, wenn das Krankheitsprogramm gelöscht ist….. und dann – sehr spannend: ….Geeignete Mittel für die Löschung des Krankheitsprogrammes sind bewußte Trance, KUNST… Herstellung von völliger Transparenz in den (Liebes-)beziehungen der Gemeinschaft….“

Das mit der KUNST finde ich besonders spannend, da würde ich gerne mehr von ihm dazu erfahren! Was mir dazu einfällt, ist die heilende Arbeit mit Masken. In den 90er Jahren war ich in einer mehrjährigen Gruppe, in der wir zu bestimmten inneren Themen und Prozessen Masken gebaut haben und diese dann auf der Bühne gespielt haben. DIe Masken als Träger bestimmter Energien entfalten ein „Eigen-Leben“ und eigentlich sind SIE es, die auf der Bühne agieren, ihr Wesen zeigen, in Kontakt mit anderen Maskenwesen gehen oder auch nicht… ich hab diese Maskenarbeit als ausgesprochen magisch, erhellend und heilsam erlebt!

Nun spüre ich den Impuls, nach vielen vielen jahren wieder mal eine Maske zu bauen – eine Maske zum Beispiel für die urweibliche Kraft in mir und schauen, was passiert, was sie mir zeigt.

Nochmal Dieter Duhm: „Der geheilte Zustand ist eine Vision, in der eine reale Möglichkeit durchleuchtet. Indem du sie wachrufst, bringst du sie in die Wirklichkeit.“

Noch was fällt mir ein zum Umgang mit Krankheitsprogrammen: beim Autofahren muß ich mich immer wieder mal ziemlich ärgern über rücksichtslose Autofahrer und auch über solche, die aufreizend langsam fahren… bin manchmal ganz schön genervt, ungeduldig, schimpfe vor mich hin – – also da läuft bei mir ein „krankes Programm“ ab! Hab dann vor einiger Zeit angefangen – wenn mir ein Schimpfwort („so einTrottel!“) entschlüpft ist, ein Lächeln hinterher zu schicken oder mit einer imaginären Spraydose das Schimpfwort zu löschen und damit Sternderln in den Äther zu sprühen…

Nun hab ich noch eine bessere Methode gefunden: inspiriert vom Lachyoga hab ich angefangen, beim Autofahren ganz viel zu lachen, über alles und nichts, über diese komischen Autofahrer und natürlich auch über mich mit meinen komischen, „kranken“ Reaktionen… am Anfang ist das Lachen eher künstlich, aber mit der Zeit muß ich oft wirklich schallend lachen! Das ist, als würde ich ein altes, krankes, längst überfälliges Programm einfach überschreiben – mit dem Lachen!

Was für ein Jahr!

Was für ein jahr, das nun zu Ende geht…

Ich hab´s erlebt als ein stetes Hin und Her… ein Schritt vorwärts, ein Schritt zurück – jedenfalls im Aussen! Im Inneren durfte sich so manches entfalten und deutlich klarer werden!

Im Februar war alles bereit für eine neuerliche Mexico-Reise (der Flug war gebucht, mit meiner argentinischen Seelenschwester der Treffpunkt vereinbart…) und im letzten Moment hab ich alles abgesagt… es hat sich nicht mehr stimmig angefühlt, sondern sehr anstrengend in der Vorstellung (sehr ungewöhnlich für mich „alte Reisende“!

Dann im März hat Corona vorbeigeschaut, was gar nicht lustig war (körperlich nicht schlimm, aber psychisch!)…

Mit dem Frühling ist es dann wieder bergauf gegangen mit der Energie, hab wunderschöne Runden mit dem Wohnmobil gedreht, unterwegs Freunde besucht oder getroffen; diese äußeren Reisen sind immer auch intensive innere Reisen, mit ausgeprägten Höhen und Tiefen; sobald ich raus bin aus den fixen vier Wänden, fühl ich mich viel mehr im Fluß und auch körperliche Wehwehchen verschwinden…

Im Sommer und Herbst war dann Seminarzeit (seit Jahren wieder mal Seminare besucht – gleich drei!) – inspirierend, herausfordernd, innere Entfaltung anregend… alles wunderbar im Fluß… im Grunde ging es und geht´s immer um die gleiche Frage:

Was ist meine spezielle Gabe, die ich in dieses Leben mitbringe? meine Essenz? wie bringe ich sie in die Welt? Ja, in dieser Frage nach der Essenz (die mich ja schon sehr lange begleitet) hat sich der Nebel gelichtet, bzw. einzelne Puzzleteilchen ergeben endlich ein ganzes Bild! Darüber bald mehr!

Um die Hin und Hers noch abzuschließen – da gab´s noch mehr jetzt gegen Jahresende: aus einer Jonglierpädagogik-Ausbildung, die ich im Herbst begonnen hab, bin ich wieder ausgestiegen, von einem längeren Seminar, das ich besuchen wollte, hab ich mich wieder abgemeldet, und einen kurzen Thermenurlaub hab ich auch wieder abgesagt…

Bei näherem Reinspüren ist mir klargeworden, daß ich in der Stillen Zeit (Advent) gerne wirklich in der Stille bin – viel in der Natur und viel zu Hause, runterkommen, nach innen gehen… einfach mit der Natur mitschwingen….

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