Schon wieder Weihnachten!

Bis jetzt hab ich die Adventzeit immer sehr geliebt, nicht den Rummel, aber die dahinterliegende Stille und Dunkelheit, die so mystisch und wohltuend ist und einlädt, mehr nach innen zu gehen und diese Stille wirklich zu erfahren. Heuer ist für mich vieles so anders – diese Ruhe und stille Vorfreude hat sich nicht wirklich eingestellt oder nur manchmal, obwohl es am Land, im Dorf ja sehr ruhig ist… Da war dieser fast ständige Nebel im Osten Österreichs, die feuchte Kälte, kaum Sonne, da ist diese immer noch ver-rückter und bedrohlicher erscheinende geopolitische Situation, die auf die kollektive Stimmung drückt – als würden freudvolle Lebensimpulse mehr und mehr überschattet…

Ich halte immer noch zu meinem Leitspruch (der mir spätestens seit der C-Zeit wirklich geholfen hat, durch diese herausfordernden Zeiten zu navigieren): „Laß dich nicht ins Bockshorn jagen!“, aber in den letzten Wochen war´s mir oft mühsamer, innerlich zentriert und friedvoll zu bleiben… gelassen die Verbundenheit und Herzenergie zu spüren… was allerdings immer geholfen hat und nach wie vor noch immer hilft: in Gemeinschaft von ähnlich ausgerichteten Menschen zu sein, die Atemreisen und in der Natur zu gehen…

In die Natur zu gehen, hat mir auch heute geholfen, nach innerlioch zum Teil holprigen und unrunden Tagen wieder gut bei mir anzukommen und mich im Herzen verankert zu spüren. Seit zwei Tagen bin ich – so wie im Vorjahr – mit einer Freundin in Opatja, ganz oben in Istrien, am geliebten Mittelmeer. Im Vorjahr war alles wunderschön – viele Sonnenstunden, phantastische glutvolle Sonnenuntergänge, in der Sonne am Meeresufer Cappucino trinken, die Farben des Meeres im Winter und vor allem die Pause von meiner Baustelle (hab im November 2024 begonnen mit der Renovierung des alten Hofes im Weinviertel). Und ja, auch in dieser Hinsicht ist heuer alles anders: trübes Wetter und Regen auch hier und freudvolle Weihnachtsstimmung will sich nicht so recht einstellen, eher unterschwellige Gereiztheit und das Bedürfnis nach Rückzug. Astrologen haben dies ja beschrieben: sehr saturnin geprägte Konstellationen, alle Planeten in Wasser- und Erdzeichen, also keine ausgelassene Feierstimmung!

Es hat mich heute Nachmittag in die Natur gezogen, weg von den weihnachtlichen Blinkelichtern, rauf in die Hügel; ein schöner alter Saumpfad durch Loorbeerwälder, vorbei an Rosmarin, Lavendel, Ilex – wunderbar! Mit jedem Schritt ist etwas in mir weicher geworden, zunächst kam da die Traurigkeit, – der Schmerz, nicht in innerem Frieden und in Liebe zu sein, also mich irgendwie getrennt zu fühlen… dieses Weichwerden dankbar wahrnehmen, den Schmerz zuzulassen tut so gut und ist immer wieder ein Schlüssel in den Herzraum, Raum der bedingungslosen Liebe, in die Verbundenheit!

In diesem Weichwerden und Schmerz zulassen geschieht Wandlung und Freude wird wieder frei!

Im Gehen und achtsamen und liebevollen Wahrnehmen der Natur, der geliebten mediterranen Vegetation ist ein wunderschöner kleiner Weihnachtsstrauß entstanden – zunächst nur aus Lorbeer, Rosmarin und Ilex. So schön, hab ich gedacht, und es wär noch schöner mit ein bißchen Farbe, mit roten Beeren zum Beispiel; kurz danach hab ich auf einem Baumstumpf zwei abgeschnittene Ilexzweige liegen gesehen, voll mit leuchtend-roten Beeren! Oh! Danke!

Der Wunsch nach ein paar Blumen hat sich auch umgehend erfüllt und zuletzt die Sehnsucht nach einer Rose für den Strauß. Und da war sie schon – fast die letzte auf ihrem dornigen Strauch. Danke, danke! Ich kann fühlen, wie sich mein Herz in Dankbarkeit weitet und öffnet: ich kann wieder Liebe und Verbundenheit erleben! Es ist das, was ich mir mehr als alles andere gewünscht hab, es ist das schönste Weihnachtsgeschenk! DANKE DANKE DANKE!

Danke an meine guten Geister und danke auch an mich – daß ich drangebllieben bin, daß die LIebe und die Verbundenheit mir so wichtig ist, letztlich mehr als alles andere.

Und nun, in der Stille: einfach DANKBARKEIT! In der Stille ankommen – im (Weihnachts-)Frieden SEIN, im fließenden Atem SEIN, gut im Körper, gut gehimmelt, gut geerdet SEIN, und im Herzen ist „ein Ros entsprungen…“… wie schön!