Schon seit einiger Zeit wundere ich mich, warum ich nicht öfter Beiträge für diesen Blog hier schreibe, warum da nur manchmal ein schwacher Impuls da ist, der dann wieder abtaucht.
Am öftesten und am leichtesten hab ich in meiner nomadischen Camperzeit geschrieben – da war immer etrwas, das mich so bewegt hat, so erstaunt, so inspieriert, so konfrontiert hat, daß es mich einfach gedrängt hat, darüber zu schreiben; Vielleicht weil ich so bewegt und beweglich gelebt hab, so im Fluß, sind die Wörter auch leichter „auf´s Papier“ geflossen. Und weil ich viel mehr Muße hatte, ich hatte ja nicht viel anderes zu tun als „leben“!
Und jetzt ist vieles ganz anders: ich bin seßhaft, lebe auf meinem alten Bauernhof, renoviere, säe, pflanze, ernte, gestalte Räume – Herzensräume, magische Räume, Komm-runter-, Komm-zu-dir-Räume, es entstehen kleine Zaubergärten hier und dort und das macht mir große Freude, es ist so kreativ und leicht! Naja, das Renovieren kann sehr zäh sein, geht langsam, stockend, dann geht wieder was weiter – je nachdem ob ich Helfer habe oder nicht. Nach einem Sommer des Stillstands geht nun doch immer wieder was weiter, Schrittschen für Schrittchen und das ist gut so!
Ich freue mich sehr, was so auf natürliche Art entsteht – manches ganz ohne mein Zutun! Zum Beispiel der Artemisia annua-„Wald“ im vorderen Innenhof ist ganz von selber entstanden, ich hab ihm nur an einer Stelle, wo vorher die Hausbank gestanden ist, Platz gemacht. Und das war ganz gut so, denn so konnte er wachsen, zu einem Zaubergärtlein werden Immer wieder versenke ich mein Gesicht, den ganzen Kopf in diesem so besonders würzig riechenden „Wald“. Beste Aromatherapie!
Im Vorjahr hab ich einen Buschen trockene Artemisia annua neben der Haustür aufgehängt; im Lauf der Zeit hat sie ihre unzähligen winzigen Samen dem Wind anvertraut und so sind an allen möglichen und unmöglichen Orten die zunächst winzigen zarten Pflänzchen zu zwei Meter hohen fedrigen „Bäumen“ herangewachsen… nur ein kleines Beispiel…
Da ilegt also jetzt ganz viel Freude und Befriedigung drin – hier in diesem Weinviertler Dorf in meinem Hof eine Oase des Friedens, der Begegnungen von Herz zu Herz, der Lebensfreude und des guten Humors, sprich des Heilsamen zu gestalten und entstehen zu lassen.
Ich liebe es, zu gestalten und das Gestaltete zu fotografieren und auf einmal war mir klar, daß ich – anstatt weiterhin Beiträge über innere Prozesse und Erkenntnisse zu schreiben – nun vor allem das zeigen möchte, was hier so alles entsteht… weniger mit Text, viel mit Fotos.
Darauf freu ich mich jetzt!

Der vordere Innenhof – ein Herzensraum, wie ich finde… geborgen und doch so schön offen!

Oben, unter den alten Bäumen – ein wunderbarer Komm-runter-und zurück-zu-mir-Platz! In klaren Nächten den Sternen nahe!

Hinten bei den Stadln – eine wunderbar klare Vollmondnacht


In der Scheune – ein urig-erdig-magischer Raum

La Caldera, der Kessel – eine Leihgabe einer lieben Freundin… danke Ingeborg! Ichj freu mich sehr über ihn, er passt wunderbar in die Scheune. La Caldera, so hieß die Theatergruppe meiner so geliebten und geschätzten mexikanischen Freundin Lilia (die die Erde schon vor einigen Jahren verlassen hat). Der Name La Caldera stand/steht für die urig-weibliche Kraft, für das weibliche Becken und und was daraus so alles entstehen mag. Wir haben denkwürdige Fiestas gefeiert… en tu memoria. querida Lilia! Schau oba!

Blick von oben in den Kessel

Mein alter Werktisch im Willkommens-Raum; zur Zeit noch mit vielen vielen Rosnblütenblättern geschmückt; ich liebe Rosen sehr und das Schöne ist, daß in meinem Vorgarten viele alte Rosenstöcke wundervoll duftende Rosen erblühen lassen, bis spät in denHerbst hinein; danke danke danke!

„Rosenhügel“

„Rosenbäumchen“

„Rosenkreuz“

Zerfallende Schönheit

In der Küche – kleiner Erntedank!
