Archiv für den Tag: 6. Juli 2026

Was drinnen ist, kommt auch raus!

Vor vielen Jahren, besser gesagt vor einigen Jahrzehnten (!) habe ich ein Buch von der Autorin und Filmemacherin Doris Dörrie gelesen, das mich damals recht beeindruckt hat.

Ich hab den Titel vergessen und auch die Handlung, aber einen Satz hab ich mir bis heute gemerkt:

Was drinnen ist, kommt auch raus!

Ich erinnere mich nur mehr, daß es in dem Roman um eine Frau geht, die sehr darunter leidet, daß sie ihre Begabungen und Talente nicht zum Ausdruck bringen kann, weil es da eine Blockade in ihrer Persönlichkeit gibt, die diese kreative Ausdruckskraft verhindert.

Sie hat diese ihre Situation mit einem Bild beschrieben: ein schöner alter Teekessel mit einem geschwungenen Ausguß, der aber leider so verstopft ist, daß der feine Tee nicht herausfließen kann.

Ein guter Freund oder wahrscheinlich ihr Partner, der ihre schmerzvolle Situation kennt, sagt zu ihr:

„Keine Sorge, Liebling! Was drinnen ist, kommt auch raus!“

Das Thema dieser Frau im Roman hat mich natürlich deshalb so berührt, weil es mein eigenes ist und ich diesen Scherz nur allzu gut kenne oder besser gesagt, gekannt habe.

So lange hab ich mich genau so, wie es in dem Roman beschrieben wird, gefühlt: tief drinnen wissend, daß es in mir bunte Schätze gibt, eine ganze Schatzkiste voll mit wertvollen, vielleicht auch mit ungewöhnlichen Gaben, doch der Weg nach draußen wie versperrt ist und was da wirklich in dieser Schatzkiste drinnen ist – das war immer wieder wie im Nebel.

Dieser Satz hat mich also begleitet über all die langen Jahre und irgendwie meine Zuversicht genährt: Ja! Es kommt bestimmt die Zeit, wo dieser Verschluß aufgeht, wo die Blockaden sich lösen und die inneren Schätze sich zeigen dürfen, den Weg „nach draußen“ finden!

Und nun, das fühle ich mit großer Freude und Gewißheit, ist es soweit!

Ich kann immer klarer sehen, was überhaupt diese Schätze, diese Gaben sind (der Nebel lichtet sich) und daß sie – nach und nach, ganz behutsam – den Weg nach „draussen“ wagen!

Vor eine Gruppe zu treten, in der jede/r eingeladen war, einen kreativen Beitrag zu leisten – diese Situation gab es nun schon ein paar Mal in den letzten Monaten – war nicht mehr so angstbesetzt wie früher, sondern die Freude über diese Gelegenheit hat bereits überwogen!

Ich durfte mit Atem, Stimme und Bewegung improvisieren, ich durfte aus meinem Buch lesen, ich konnte frei über meine früheren Ängste sprechen und überhaupt kann ich schon seit einiger Zeit ziemlich entspannt in Gruppen sprechen – was für eine Freude! Was für ein Geschenk, das ich mir selber mache!Was für ein Sieg über alte, höchst emotionale Entscheidungen, die ich bereits als kleines Mädchen in traumatischen Situationen getroffen habe: „….das mach ich NIE wieder….!“ („…nie wieder werde ich vor einer Gruppe etwas von mir zeigen…“)

Dieses „Das mach ich NIE WIEDER“ hatte meinen Selbstausdruck lange blockiert, hat mich davor geschützt, nochmals Ablehnung und Ausgrenzung zu erfahren, Spott und Scham.

Aber jetzt stimmt das nicht mehr (es war ein langer Weg!) – jetzt „mach ich es wieder“, Schritt für Schritt, behutsam, ohne Streß und Zwang, nur dann, wenn die Freude die alte Angst überwiegt!

Als Bild sehe ich diese alten Ängste wie Schließmuskeln, die den Ausgang aus der inneren Schatzkammer verschlossen haben (den Ausguß der Teekanne!) und die nun nachlassen, immer mehr, als würden sie verstehen, daß ihr Schutz nicht mehr notwendig ist… oder weil sie einfach müde sind von all der Anstrengung!

So viele Bilder sind mir gekommen zu diesem Schlüsselthema! Dieses Potential, diese essentiellen Gaben, die so lange ziemlich unter Verschluß waren, waren irgendwie undefinierbar durcheinander, wie Teile eines Puzzles und nun fühlt es sich so an, daß sie auf ihrem Weg nach „draußen“ ihre wahre Gestalt annehmen, wieder freier atmen können, lebendig werden, ein stimmiges Bild ergeben!

Das ist ein wunderschönes, beglückendes Gefühl!

Dieser ganze Prozeß wird nun noch befeuert durch eine tolle online-Schulung, in der es um Sichtbar-Werden mit eben diesen Gaben geht… ich darf also Dranbleiben üben (was mir bisher ganz allgemein nicht so leicht gefallen ist!) und Vertrauen, immer wieder Vertrauen! Selbstvertrauen und Vertrauen, daß ich von guten Geistern liebevoll geführt bin! JA!

Es geht tatsächlich um mein größtes Lebensthema – und es bewegt sich doch! Halleluja!

Sooo wichig -ein guter Stand!

Ein guter Stand – sooo wichtig in dieser Umbruchszeit, in der ganz große Verschiebungen der alten Ordnungen geschehen, in der die alten maroden Systeme mehr und mehr bröckeln, in der wir nicht wissen, was morgen sein wird (das wissen wir letztlich eh nie, aber nun ist es viel deutlicher zu spüren!), in der alte, scheinbare Sicherheiten gar nicht mehr so sicher sind, in der wir mit immer mehr Täuschungen und falschen Erzählungen geflutet werden und es manchmal schwer zu unterscheiden ist, was denn nun stimmt und was nicht – es sind wahrlich herausfordernde Zeiten und doch mit wundervollem Potential für Durchbrüche in ein viel freieres, bewußteres, schöpferisches Leben im Einklang mit unserem Seelenauftrag. In ein freundliches, wohlwollendes Miteinander mit unseren Mitmenschen und mit unserer Umwelt – mit den Tieren und Pflanzen, mit der Erde, mit der Natur…

Ein guter Stand – wie finde ich also einen guten Stand?

Durch Üben! Wir können üben, uns immer wieder zu erden, das heißt die Füße gut auf dem Boden zu spüren, uns vorstellen, wie wir – wie ein Baum – kräftige Wurzeln in die Erde unter unseren Füßen wachsen lassen und somit gut verwurzelt zu sein!

Das ist die eine Richtung: runter, uns in der Erde verankern; durch diese Wurzeln können wir die nährende, mütterliche, stärkende und stabilisierende Energie der Erde herauf atmen, in unseren Körper hinein, in unser Herz und sogar weiter, bis über den Kopf hinaus, himmelwärts!

Das ist die andere Richtung: nach oben, hinauf in Richtung zur Sonne, in die lichtvollen liebevollen geistigen Welten. Dorthin, wo unser Höheres Selbst „wohnt“.

Ich stelle mir Luftwurzeln, Lichtwurzeln vor, die von meinem Kopf, vom Scheitelchakra nach oben wachsen – wie die luftige Krone eines Baumes. Durch diese Krone fließt der Atem, ich atme licht-und liebevolle Energien aus den himmlischen Gefilden, von meinem Höheren Selbst in mich hinein und lasse diese Energien sich mit dem Atem in mir verteilen und schicke sie hinunter bis in die Füße und durch die Erdwurzeln bis in die Erde. Rauf und runter – ich atme die Erdenergien rauf und die himmlischen Energien runter, sie fluten mein Herz, den ganzen Körper und schenken mir so ein gutes Empfinden von Verbundenheit, von Verläßlichkeit, von einem guten Stand!

Also gut verwurzelt nach unten und nach oben, wie ein Baum und mein Körper kann sich anfühlen wie ein atmender Stamm, wie eine pulsierende Energiesäule, wie eine Brücke zwischen Himmel und Erde!

Der bewußt-geführte Atem ist also ganz wesentlich, das Gut-im-Körper-präsent-Sein, das Sich-Erden und Sich-Himmeln, die Verankerung im Herzen und – was mir noch ganz wichtig ist: den Kiefer, also die kräftigen Kaumuskeln zu entspannen sowie eine freie, leuchtende Stirn.

Womit ich wieder bei meinen geliebten „7 WASAS“, über die ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben habe, angekommen bin.

Diese 7 WASAS (ich hab den Namen erfunden, um diese Praxis irgendwie benennen zu können!) sind mir ganz wichtig geworden und ich übe sie jeden Tag, immer wieder – im Stehen, beim Warten an der Supermarktkasse, beim Gehen, im Sitzen, beim Tanzen…

Sie helfen mir mittlerweile recht rasch, in einen Zustand der Verbundenheit zu kommen, im Hier & Jetzt zu sein und eben einen guten Stand zu haben!

Einen guten Stand haben – nicht nur körperlich, sondern auch auf der emotionalen und mentalen Ebene.

Mit einem Wort: PRÄSENT SEIN, GANZ! Als dieses atmende, lebendige, fühlende lichtvolle Wesen in diesem meinem wundervollen Körper – diesem Wunderwerk der Schöpfung, das mir das Leben hier auf dieser Erde ermöglicht