Archiv der Kategorie: Hannablog

Ein tolles, inspirierendes Buch!

Ich lese nun schon das dritte Buch von CHARLES EISENSTEIN und bin wiederum sehr angetan und berührt von seiner Art die Dinge zu sehen, von seinem Wissen, seiner Inspiration, von seiner Kunst, das alles so verständlich und spannend zu Papier zu bringen. Das Buch heißt „KLIMA“ und er beschreibt darin seine Sicht auf die ökologische und die Klimakrise, in der wir stecken. Er spricht mir aus dem Herzen und seine Bücher inspirieren mich!

Kurz zur Einleitung: Er führt die Klima- und sonstige Krisen letztlich auf unsere eingeschränkte Sicht auf die Welt zurück: er nennt es das „Bewußtsein der Separation“ – Menschen erleben sich als getrennt voneinander und als getrennt von der Erde, den Pflanzen, Tieren, Flüssen, Meeren, dem Wettergeschehen…

Nur wenn wir uns als derart getrennt erleben und uns die Erde als tote, fühllose Materie denken, ist es möglich, derart lieblos und ausbeuterisch mit der Natur und ihren Geschöpfen umzugehen.

Letztlich wird nur ein Bewußtseinswandel Heilung bringen: wenn immer mehr Menschen aufwachen zu einem Bewußtsein der Verbundenheit…. dann ist klar: alles, was ich anderen (an)tue, tue ich mir selbst (an) – im Guten wie im Zerstörerischen.

Er ist überzeugt, „daß zwar hohe Treibhauswerte einer schon arg angeschlagenen Biosphäre zusätzlichen Stress bereiten, daß das Hauptproblem allerdings in der Verarmung des Lebens und der Störung der Wasserkreisläufe liegt“ (S.368)… und das glaube ich auch! Er führt sehr klar aus, wie verkürzt die Diskussionen um dieses Thema geführt werden (reduziert auf Zahlen, Treibhausgaswerte, Statistiken…) – eben noch aus dem Bewußtsein der Getrenntheit heraus!

Dazu fällt mir ein Zitat von Albert Einstein ein:

Die Probleme der Welt werden nicht auf der Ebene des Denkens gelöst, auf der wir uns befanden, als wir sie erschaffen haben.“

Das soll nun keine Zusammenfassung dieses dicken Buches werden, sondern mir gefällt die Idee, einzelne Sätze bzw. kurze Abschnitte, die mir besonders gefallen haben, hervorzuheben und niederzuschreiben:

„… noch lebt die Erde, jetzt ist es Zeit, das Leben zu wählen!“

„Was wir der Erde, den Wäldern, dem Wasser… antun, tun wir dem Leben und uns selbst an.“

„Leben schafft günstige Lebensbedingungen.“

„Die Natur zum Objekt zu machen, das dominiert, kontrolliert und unterworfen werden muß, gleicht der Entmenschlichung und Ausbeutung von anderen Menschen.“

„… universelle Lösung: die Welt wieder als heilig zu sehen und auch so zu behandeln…“

„Wenn wir ein lebensfreundliches Klima haben wollen, müssen wir dem Gedeihen des Lebens in allen seinen Formen dienen.“

„Ich glaube, daß die Heilung des Planeten das Schöpfen aus Wissensquellen erfordert, die weit jenseits des heute Akzeptierten liegen.“

„So vieles ist mit den herkömmlichen wissenschaftlichen Methoden nicht erfassbar…“

„Der Beitrag der Wale zur Nährstoffzirkulation ist bereits schwer messbar, aber was ist mit der Rolle ihres Gesangs bei der Erhaltung des gesamt-ozeanischen neuronalen Netzwerkes?

Was ist mit der Rolle der Elefantenwanderungen bei der Erhaltung der subtilen energetischen Bahnen der Erde, die man Ley-Linien nennt? …der Bedeutung aller Wesen, die auf für uns unsichtbare und geheimnisvolle Weise das Gleichgewicht des Planeten wahren…“ (S.178)

„Können wir bitte endlich verstehen, daß das die Revolution ist: alle Wesen um ihrer selbst willen zu lieben und nicht wegen ihrer Nützlichkeit? Dann wird sich nicht nur unsere Beziehung zur Natur ändern, sondern auch unser Wirtschaftssystem…“ (S. 201)

„Was einem beliebigen Teil widerfährt, widerfährt im Bewußtsein der Vebundenheit in gewisser Weise dem Ganzen. Also sind wir frei darauf zu lauschen, was uns ruft, was unsere Leidenschaft, unsere Sorge, unsere Talente weckt, sei es etwas, das groß oder klein erscheint, weitreichend oder unscheinbar. Weil jedes das Ganze enthält, können wir in unserem Eifer friedvoll und geduldig in unserer Dringlichkeit sein.“ (S. 218)

„Was passiert in dem kritischen Augenblick, wenn wir den absoluten Tiefpunkt erreichen und das alte Leben unerträglich wird? Wann sagen wir: Jetzt reicht es? so geht´s nicht weiter?… Meist ist es eine Krise, die eine Kursumkehr in Richtung Ganzheitlichkeit auslöst…. jede Krise, jede Tragödie… jeder Verlust ist eine Einladung, einen anderen Weg einzuschlagen. Es liegt an uns, diese Einladung anzunehmen.“ (S. 223)

„Was qualifiziert eine Methode als „ganzheitlich“? Wenn sie auf einem Wissen um die Vernetztheit von allem, die enge Verbundenheit von Ich und Welt beruht. Sie anerkennt eine alles durchdringende Intelligenz, die sich als Intelligenz des Körpers, des Mutterbodens, des Waldes, des Meeres und des Planeten manifestiert, mit der wir uns verbünden können…. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, daß kostengünstige natürliche Methoden die meisten „unheilbaren“ Beschwerden heilen können. Meine Intuition sagt mir, daß das, was auf den menschlichen Körper zutrifft, auch für den ökologischen, den sozialen und den politischen Körper gilt. …. es geht dabei auch um den Respekt für die natürlichen Selbstheilungskräfe…“ (S. 274)

„Viele indigene Völker sehen die drohenden Gefahren ebenfalls. Nicht den Treibhausgasen gilt ihre Sorge…. ihr Warnen gilt der Entweihung des Lebens selbst.

Davi Kopenawa (ein Yanomami-Schamane) sagt, daß die Handlungen der Menschen, einschließlich ritueller Handlungen, zu den Kräften gehören, die die Welt zusammenhalten. Wenn wir unsere eigentliche Aufgabe vergessen und aufhören, dem Leben zu dienen, wird die Welt auseinanderfallen….“ (S.337)

„Wüssten wir, daß die Natur ebenfalls ein vollwertiges Subjekt ist, würden wir auch aufhören, sie zu verwüsten. Ein Ältester der Kogi drückt es so aus: Wenn ihr wüsstet,, dass sie fühlen kann, würdet ihr aufhören.

Ist es da nicht offensichtlich, daß wir, solange wir nicht wissen, daß sie auch fühlen kann, niemals aufhören werden? Ist es nicht offensichtlich, daß wir eine neue Geschichte über die Welt brauchen, die uns hilft zu erkennen, daß sie fühlen kann? (S.345)

Es gilt zu fragen: Was will das Land? Was will der Fluß? Was will der Planet?“ (S.343) usw… usw…

Das gefällt mir besonders gut, solche Fragen zu stellen! So wie ich ja auch meinen Körper frage, was er will, braucht, was er sich wünscht, was ihm guttut… so wie der Körper seine eigene Weisheit hat, so haben sie natürlich auch Tiere, Flüsse, Berge, Meere, die Erde – – – wir haben so viel zu lernen!

es lebe das Leben!

Noch ein Text von Albert Einstein, der gut dazupasst:

Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen – ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Wir erfahren uns, unsere Gedanken und Gefühle als etwas vom Rest getrenntes – einer Art optischer Täuschung des Bewußtseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, die uns auf unsere persönlichen Wünsche, und auf die Gefühle für die wenigen Personen reduziert, die uns am nächsten sind. Unser Ziel muß es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unserer Nächstenliebe so erweitern, daß er alle lebenden Wesen und das Ganze der Natur in ihrer Schönheit einschließt. Der wahre Wert eines menschlichen Wesens wird bezeichnet durch das Maß und den Sinn, in dem es Befreiung vom Selbst erlangt hat. Wir werden eine grundlegend neue Art des Denkens notwendig haben, wenn die Menschheit überleben soll.

Thich Nhat Hanh über Konflikte – aktueller denn je!

„Bei jedem Konflikt sind wir auf Menschen angewiesen, die das Leiden aller Seiten verstehen können. Wir brauchen Verbindungen. Wir brauchen Kommunikation. … Die meisten von uns wollen in jeder Auseinandersetzung, in jedem Konflikt Partei ergreifen. Wir unterscheiden zwischen richtig und falsch und stützen uns dabei auf einseitige Beweise oder Hörensagen. Wir handeln erst, wenn wir empört sind, aber selbst berechtigte, legitime Empörung genügt nicht. In unserer Welt fehlt es nicht an Menschen, die sofort etwas unternehmen wollen. Was wir brauchen, sind liebesfähige Menschen, denen es gelingt, keine Partei zu ergreifen und so die Wirklichkeit als Ganzes erfassen zu können.“

Diese Zeilen von Thich Nhat Hanh, einem buddhistischen Mönch aus Vietnam, sind mir heute in meiner kleinen Zitate-Sammlung wiedermal untergekommen.

Mögen wir, mögen mehr und mehr Menschen dieses Verständnis, diese Liebesfähigkeit entwickeln!

gesehen in den von Andre Heller gestalteten Kristallwelten in Wattens

Immer wieder der Atem!

Am Anfang dieser Woche hat eine Astrologin (die ich schätze) im Internet aufgrund einer bestimmten Planetenkonstellation angeregt, sich in diesen Tagen etwas vorzunehmen und das auch dann konsequent zu machen – es könne auch ganz was Kleines sein. Zunächst wollte ich mich gar nicht drauf einlassen, aber auf einmal ist mir was eingefallen: ATMEN! Immer wieder bewußt 5 (könnten auch 3 oder 7 sein) Atemzüge wahrnehmen – bei den unterschiedlichsten Tätigkeiten: beim Kochen, beim Spazierengehen, jetzt gerade beim Schreiben am Computer, beim Tanzen, beim Staubsaugen, beim Lesen, beim Zuhören…. ein und aus… ein und aus… ein und aus… ein und aus… ein und aus… ……. eins… und… zwei… und… drei… und… vier… und fünf… …und dann vielleicht gleich weiter: eins… und… zwei… und…drei… und… vier…und… fünf… …… oder – wenn das Zählen grad nicht so geht, dann eben ohne zu zählen….und JA! Es geht! Je öfter ich bewußt 5 (oder wieviele auch immer) Atemzüge (wahr)nehme, desto öfter erinnere ich mich dran…lauter kleine fühlbare Einheiten im langen langen lebenslangen Ein und Aus des Atemstroms… Es ist was Kleines, aber mit guter Wirkung! Der Atem wird dann von selbst tiefer und natürlicher und das läßt mich mehr im Fluß sein und mich wacher und lebendiger fühlen! Danke für diesen Einfall!

Und es gibt einen ganz anderen Zugang, eine ganz andere Art, mit dem ATEM ZU SEIN:

Den Atem einfach wahrnehmen, wie er kommt und geht, – sehr empfänglich für den Atem sein! Wahrnehmen, wie jeder Atemzug anders ist und auch wahrnehmen, wie wandelbar der Atem ist: ein fröhlicher Atem, ein trauriger Atem, ein gestresster Atem, ein begeisterter Atem, ein sinnlicher Atem, ein friedvoller Atem, ein natürlicher Atem, ein Fluß auf seinem Weg zum Meer….

Beider Zugänge finde ich gut – sie sind einfach recht unterschiedlich! Der erste ist mehr aktiv, bewußt mit Vorsatz, eher männlich und der zweite ist eher weich, empfänglich, weiblich. Sie stehen einander gegenüber, wechseln einander ab, sorgen für Abwechslung, regulieren einander und gleichen einander aus.

In letzter Zeit habe ich oft Achterschleifen in die Luft gemalt – mit allen möglichen Körperteilen und in allen möglichen Lagen: vertikal, horizontal, schräg… sie umfassen die beiden Gegensätze (das können alle möglichen Gegensätze! sein ) mit schwungvollen, lustvollen Bewegungen…in Verbindung mit weiten, genussvollen Atemzügen… mit der Zeit verwischen die Gegensätze oder sie spielen und tanzen miteinander… es fühlt sich gut an, der Körper liebt es und die Gedanken haben nichts zu tun!

Laß dich nicht ins Bockshorn jagen!

Als mein über alles geliebter Labrador-Rüde vor ca. 3 1/2 Jahren aus heiterem Himmel zusammengebrochen ist und kurz darauf an seinem Herzen ein „bösartiger“ Tumor diagnostiziert worden ist, ist etwas in mir auch eingebrochen… es war ein Schock, ich war voller Angst und Sorge um ihn und tieftraurig… „Krebs, sehr rasch wachsend, Lebenserwartung ca. 2 Wochen (!)“, sagte der Tierarzt. Ein paar Tage lang war ich untröstlich, gänzlich niedergeschlagen und ich konnte mich kaum mit etwas anderem beschäftigen. Und mein Hund war ebenso niedergedrückt und wirkte sehr krank – es war schlimm! Bis in mir etwas gesagt hat: „Laß dich nicht ins Bockshorn jagen! Ok, da ist diese Diagnose mit dieser fatalen Prognose, aber es kann auch anders verlaufen… “ Und so war´s dann auch! Ich konnte mich innerlich und äußerlich aufrichten, wieder Kraft spüren, gut durchatmen, wieder Schönheit wahrnehmen und zunehmends auch Dankbarkeit – daß mein Hund JETZT noch da war, JETZT noch bei mir war! Dieser innere Schwenk, diese Wende hat sich sofort sichtbar und spürbar auf ihn übertragen, es war sehr eindrucksvoll! Sofort ging´s ihm besser, er hatte wieder mehr Energie, wieder Lust zu spielen, wieder Freude am Leben! Und er hat immerhin noch recht gut ein halbes Jahr lang gelebt! Wertvolle, geschenkte Zeit!

In diesen Monaten hab ich sehr viel lernen dürfen – vor allem: Lass dich nicht ins Bockshorn jagen! Wir haben die Möglichkeit, mitzugestalten – durch unsere innere Einstellung, Ausrichtung, unsere Ausstrahlung, unser Vertrauen auf einen gütigen Verlauf.

Dieses Lernen, diese Erfahrungen helfen mir seitdem, und gerade jetzt – in Corona- Zeiten – sehr! Laß dich nicht ins Bockshorn jagen – von Zahlen, Statistiken, Prognosen, diesen und jenen so widersprüchlichen Aussagen… bleib in deiner Mitte, ATME! Richte dich auf! Bleib offen für die Schönheit, die dich umgibt! Lade die Freude ein, das Leben! Ja, wir haben die Möglichkeit und die Fähigkeit, bewußt mitzugestalten – die Welt, die unser Herz sich wünscht!

Abgeräumt, weggeräumt, aufgeräumt!

Es tut mir gut, am 7. Jänner diese besondere Weihnachts- und Neujahrszeit auch ganz bewußt und handfest abzuschließen: Den Weihnachtsbaum abräumen, die Sterne, die Engeln, das Gold, die Silvester- Schweindln und -Schwammerln wegräumen, die verblühende Amaryllis in den Kompost, das Bäumchen runter vor´s Haus tragen, die abgefallenen Nadeln zusammenkehren, aufräumen. Dieses Abschließen hat etwas Ernüchterndes und Klares, das auch wieder guttut nach der Wohligkeit und Molligkeit all der vergangenen Feier- und Festtage. Ein frischer Wind! Ein Bereitmachen für das, was Jetzt ist, was jetzt kommen mag!

Bevor wirklich alles „Weihnachtliche“ verräumt war, hab ich die Sterne, die Kugeln, alles, was den Weihnachts-, Wunsch-, Lebensbaum heuer geschmückt hat, noch am Boden zusammengelegt und auf mich wirken lassen. Gleich werden sie in das für sie vorgesehene Sackerl verschwinden… ihr Glanz möge bleiben und durch das kommende Jahr hindurchleuchten!

6. Jänner…. C-M-B

Gerade hab ich einen Artikel in newslichter.de gelesen, in dem es um den heutigen 6. Jänner geht. Darin hab ich eine dritte Lesart des C-M-B, das an diesem Tag „von den Heiligen drei Königen „an die Türen geschrieben wird, gefunden.

C-M-B: Caspar, Melchior und Balthasar – das kennen wir ja alle von klein auf. Nochmal Männer – nach dem Nikolaus, dem Krampus, dem Knecht Ruprecht, dem Jesuskind, dem Weihnachtsmann (der zunehmend unser heimisches Christkind verdrängt) nun auch noch drei Könige…

C-M-B: Catharina, Margaretha und Barbara (die katholischen Heiligen, die aus den alten Göttinnen Ambeth, Wilbeth und Borbeth, den drei Aspekten der Großen Göttin, hervorgegangen sind). Diese Version gefällt mir gut! Wohl auch, weil ich am Barbara/Borbeth-Tag geboren bin!

C-M-B: Cäs, Milch und Brot!

Aus dem Artikel zur Erläuterung herauskopiert: „….Am 6. Januar gingen die Rauhnächte zu Ende und damit auch das alte Jahr. Dieses Datum galt unseren Vorfahrinnen und Vorfahren als der höchste Feiertag im Jahr. So wie die Göttin Isis in Ägypten zur „Herrin des Jahresanfangs“ wurde, so stand auch bei uns eine große Göttin – die Frau Holle – an der Wiege des Neuen Jahres. Und die Geschenke, die sie für das kommende verhieß, waren Cäs, Milch und Brot (C-M-B), die kostbaren Gaben der Erde.“ Auch ganz interessant!

Wie auch immer – heute ist ein wunderschöner Wintertag, es hat letzte Nacht geschneit!

Die Nacht der Wunder

So wurde diese letzte Nacht der 12 Raunächte – so hab ich´s jedenfalls gelesen – in alten Zeiten genannt; die Nacht vorm Tag der Heiligen Drei Könige, oder früher, noch vor den Königen – die Nacht der drei Bethen, der drei Heiligen Frauen.

Heute um MItternacht, so heißt es, schließt sich das Tor wieder hinter dieser so besonderen Zeit, der Anderszeit.

Ich empfinde diesen Zeit-Raum zwischen Wintersonnwend und Dreikönig immer wieder wie eine dunkle, stille, friedvolle Kuhle am tiefsten Punkt des Jahreskreises…. auch heilig – in ihr wird das Licht der Welt wieder geboren, in die dunkle Welt hinein. Und vielleicht – so kommt´s mir grad – ist der friedliche Stall, die Geborgenheit spendende Krippe genau dafür – für diese Kuhle – das äußere Bild.

Und wir, wir halten inne und geben dem Wunder Raum.

BEWUNDERNSWÜRDIGER RAUREIF

Danke dem Nebel, – in ihm wächst dieser Zauber heran!

Gerade hab ich einen Artikel in newslichter.de gelesen, in dem es um den heutigen 6. Jänner geht. Darin hab ich eine dritte Lesart des C-M-B, das an diesem Tag „von den Heiligen drei Königen „an die Türen geschrieben wird, gefunden.

C-M-B: Caspar, Melchior und Balthasar – das kennen wir ja alle von klein auf. Nochmal Männer – nach dem Nikolaus, dem Knecht Ruprecht, dem Jesuskind, dem Weihnachtsmann (der zunehmend unser heimisches Christkind verdrängt) nun auch noch drei Könige…

C-M-B: Catharina, Margaretha und Barbara (die katholischen Heiligen, die aus den alten Göttinnen Ambeth, Wilbeth und Borbeth, den drei Aspekten der Großen Göttin, hervorgegangen sind). Diese Version gefällt mir gut! Wohl auch, weil ich am Barbara/Borbeth-Tag geboren bin!

C-M-B: Cäs, Milch und Brot!

Aus dem Artikel zur Erläuterung herauskopiert: „….Am 6. Januar gingen die Rauhnächte zu Ende und damit auch das alte Jahr. Dieses Datum galt unseren Vorfahrinnen und Vorfahren als der höchste Feiertag im Jahr. So wie die Göttin Isis in Ägypten zur „Herrin des Jahresanfangs“ wurde, so stand auch bei uns eine große Göttin – die Frau Holle – an der Wiege des Neuen Jahres. Und die Geschenke, die sie für das kommende verhieß, waren Cäs, Milch und Brot (C-M-B), die kostbaren Gaben der Erde.“ Auch ganz interessant!

JA, ES IST MÖGLICH….

Die „eigentliche“ Heilige Nacht war für mich heuer der 21. Dezember – hab sie sehr sehr friedlich und still, auch kraftvoll und mit Glanz erlebt oder ich könnte auch sagen, ich hab mich so erlebt in dieser Nacht, in einer langen Meditation.

Am gestrigen Weihnachtsabend hab ich auch wieder meditiert – ich liebe es an diesem besonderen Abend, in Stille daheim zu sein und reinzuspüren in die Energie, das Mysterium dieser Nacht…; zunächst hab ich nicht viel an Freude und Glanz und Mysterium gefunden, mehr eine Art Ruhe, die sich aber eher schwer, verhangen und gar nicht so hell angefühlt hat (was wohl mit der kollektiven Stimmung zu tun hat!?); und dann, auf einmal war mir klar: es liegt an mir, was ich aus diesem Abend, auch aus dem (Vor-)Gegebenen, mache! Und ja! Es hat sich wenden lassen – in einen ruhigen, schwerelosen Frieden…. dieser Friede – ein Kind von Hingabe einerseits und dem Willen zu gestalten andererseits! Das war heuer für mich die frohe Weihnachts-Botschaft: „Es liegt an dir!“ Und so war es eine schlichte, ruhige, friedvolle Nacht!

Heute hab ich mir von Lee Harris (den ich recht schätze!) eine mediale Vorausschau fürs Jahr 2021 angehört und – wovon spricht er gleich am Anfang? Wie wichtig es ist, daß uns immer mehr bewußt wird, daß wir das Geschehen mitgestalten können! Daß das, was wir erleben, die Qualität unseres Lebens, das was uns geschieht, eben auch sehr von uns selbst abhängt! Das ist ja nicht so neu, aber es hat doch mehr Brisanz jetzt, finde ich, in dieser für uns, für den Planeten so kritischen Situation!

Mein tägliches Gebet (u.a.): „…. Gott/Göttin, lass mich ein Instrument deiner Liebe, deines Friedens, deiner Weisheit, deiner Klarsicht, deiner Heilkraft und deiner Schöpferkraft sein!…“

Ich hab diesen Text so gefunden – als Text von R.M.Rilke; er klingt etwas ungewöhnlich für Rilke, aber wer weiß….; ich find ihn jedenfalls sehr schön!